Golfplatz ist jetzt Teil eines Sozialprojekts
Seit September hatte der soziale Verein "podu-leben" an der Revitalisierung des Oberaicher Golfplatzes gearbeitet, nun wurde die Neun-Loch-Anlage feierlich wiedereröffnet.

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Es war ein Zufall, der Anton Dumitraschkewitz im vergangenen September dazu brachte, den Golfplatz in Oberaich zu revitalisieren. "Ich bin selber seit 2007 Golfer und habe regelmäßig diesen Platz bespielt", erzählt der Geschäftsführer von "podu-leben". Bei einem Besuch hatte der verwahrloste Zustand des Platzes den Geschäftsführer der sozialen Einrichtung so schockiert, dass er beschloss, etwas daran zu ändern. Innerhalb eines Jahres wurde der Golfplatz auf Vordermann gebracht, am vergangenen Freitag folgte die feierliche Eröffnung durch die Leobener Landtagsabgeordnete Eva Lipp. Auch für sie war es keine alltägliche Angelegenheit, einen sozial geführten Golfplatz einzuweihen.
Warum gerade eine Sportanlage dazu auserkoren wurde, Betätigungsfeld für Menschen mit Behinderung zu sein, wurde schnell klar. Weil sich "podu-leben" im Januar 2010 auf mobile Dienste spezialisierte, erschienen Anton Dumitraschkewitz die anfallenden Aufgaben rund um das Grün optimal. "Sowohl im Gastrobereich als auch am Platz direkt warten Tätigkeiten auf uns, die perfekt in unser Profil passen."
Zusätzlich waren mit Werkstätte und Gruppenräumen bereits jene Einrichtungen vorhanden, die für die Betreuung der Behinderten notwendig sind. Trotzdem wurde viel Geld in die Hand genommen, um die neun Löcher wieder bespielbar zu machen. "Bisher mussten von unserer Seite 110.000 Euro investiert werden", gibt Daniela Dumitraschkewitz Auskunft.
Das Ehepaar Dumitraschkewitz weiß allerdings auch, dass weitere Investitionen notwendig sein werden. Zukünftig will man von Sponsoren und Mitgliedern leben, um Förderungen werde man sich nicht bemühen. Damit die Golfer auch kommen, kümmern sich fünf Angestellte um die Anlage, unterstützt werden sie dabei aktuell von drei jungen Menschen mit Handicap. Langfristiges Ziel ist der reibungslose Tagesbetrieb, dabei sollen bis zu 18 Schützlinge regelmäßig aushelfen.
Bis abzusehen ist, ob sich dieses Konzept auf lange Sicht durchsetzen kann, wird noch eine Weile vergehen. Aktuell freut sich das Ehepaar mit dem gesamten Team aber über das bisher "positive Echo".







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