Renaissance der Geige
Die Hafendorf-Geiger beleben die Violine als Volksmusikinstrument.

Foto © PrivatJung und erfolgreich: die Hafendorf-Geiger aus Kapfenberg
Dass die Geige wieder in die Volksmusik Einzug hält, liegt mir besonders am Herzen", erklärt der Betreuer der Hafendorf-Geiger, der Kapfenberger Musikschullehrer Harald Trippl. Und weil die Geigerinnen Lisa Kreimer und Beate Schöttner aus Kapfenberg-Hafendorf stammen, waren die Hafendorf-Geiger geboren. Das Sextett vervollständigen Lisa und Wolfgang Maier, die Hackbrett und Gitarre spielen, Martin Blaha (Steirische Harmonika) und Stefan Pfeiler (Kontrabass).
Im Rahmen des Musikunterrichts in der Kapfenberger Musikschule, die eine der größten in der Steiermark ist, entstand die Gruppe. Und da die sechs Musikerinnen und Musiker ihr Können gerne mit anderen messen, nahmen und nehmen sie immer wieder sehr erfolgreich an Wettbewerben teil. Heuer heimsten sie bereits den beachtlichen zweiten Platz mit dem Prädikat "Auszeichnung" beim Josef-Peyer-Wettbewerb für Steirische Harmonika und Volksmusikensembles in Deutschlandsberg ein, an dem rund 200 Musiker in 40 Gruppen teilnahmen.
Im Oktober ist das Sextett nach Innsbruck zum Alpenländischen Volksmusikwettbewerb geladen. "Darauf sind sie mächtig stolz und freuen sich auf jeden Wettbewerb", freut sich Musiklehrer Trippl. Und stolz sein dürfen sie auch, wenn man bedenkt, dass alle - mit Ausnahme von Wolfgang Maier, dem Vater von Lisa - erst 13 Jahre alt sind. "Ich suche für die Auftritte natürlich Veranstaltungen aus, die auf das Sextett zugeschnitten sind."
"Wir spielen Stücke im Stil der traditionellen Volksmusik, oft uralte Sachen, die ich arrangiere", erklärt Trippl das Repertoire der Hafendorf-Geiger. Aber natürlich seien die jugendlichen Musiker auch Fans moderner Musik. DORIS GRASSBERGER







