Rufmord durch ein falsches Facebook-Profil
Gefälschtes Facebook-Profil des Kapfenberger FPÖ-Stadtparteiobmanns bringt ihn mit Kindesmissbrauch und Naziparolen in Verbindung. Nun ermittelt die Polizei.

Foto © SchöberlDie Staatsanwaltschaft Leoben ist mit der Causa befasst
Mittlerweile ist Facebook, eine internationale Internetplattform, für viele Menschen ein wichtiges Medium geworden. Reinhard Richter, FPÖ-Stadtparteiobmann und Gemeinderat in Kapfenberg, scheint seit einer Woche unfreiwillig dort auf.
Ein Unbekannter hat in Richters Namen mit dessen Daten und dessen Foto, das auf der Parteihomepage zu finden ist, ein Facebook-Profil angelegt. Und darin ist zu lesen, dass der diplomierte Mathematiker, der in einem Lerninstitut in Kapfenberg unterrichtet, eine bevorzugte Lieblingsbeschäftigung hat: Kinder betatschen. Außerdem sind auch "Sieg Heil"-Sager auf der Seite zu finden.
"Ich bin aus allen Wolken gefallen, als mich ein Freund informiert hat, dass es diese Facebook-Seite gibt. Ich habe bei der Polizei Kapfenberg Anzeige gegen unbekannt erstattet und auch die Abteilung für Verfassungsschutz und Terrorismus wegen der Nazi-Sager informiert", erzählt Richter, der die Löschung der Facebook-Seite betreibt und auch die Österreichische Datenschutzkommission mit der Sache befasst. Hans Zeger von der Arge Daten bestätigt, dass in einem solchen Fall strafrechtlich üble Nachrede und Verleumdung bestehen.
Es gibt auch eine Bestätigung vom Fälscher selbst, die Seite bewusst mit Unwahrheiten angelegt zu haben. Ein Freund Richters hat über Facebook Kontakt mit dem Fälscher aufgenommen, den eine Profillöschung nicht störe, denn "ein neuer Account ist schnell angelegt".
Die Polizei ermittelt, und die Staatsanwaltschaft Leoben ist mit der Causa befasst.







