"Die Belastung der Unternehmen darf derzeit nicht weiter erhöht werden"
Laut WK-Präsident Ulfried Hainzl darf die Wirtschaft in dieser sensiblen Phase nicht stärker belastet werden. Bund und Land sollen lieber sparen.

Foto © David BauerWK-Präsident Ulfried Hainzl
Bei einer Steiermark-Tour war die letzte Station für Wirtschaftskammerpräsident Ulfried Hainzl das Mürztal. Er besuchte eine Reihe von Betrieben - etwa das Biomasse-Heizwerk Bruck, Metallbau Heidenbauer und Böhler Edelstahl - und ließ den Tag bei einem Treffen mit WK-Funktionären im Stadthotel Kapfenberg ausklingen.
Bei den Großbetrieben, die stark ins internationale Geschehen eingebunden sind, ist noch keine Erholung spürbar. Trotzdem ist die heimische Konjunktur, gestützt vom privaten Konsum, noch deutlich besser als befürchtet. Hainzl lobte dafür vor allem die heimischen Klein- und Mittelbetriebe: "Sie zeichnen sich durch große Beständigkeit aus und sind wie ein Schwamm, der seine Substanz nur langsam verliert." Aber gerade in Zeiten wie diesen sind auch die Klein- und Mittelbetriebe nicht mehr zusätzlich belastbar, so Hainzl weiter. Deshalb erteilte er zusätzlichen Belastungen eine klare Absage: "Man kann nicht ständig die Steuern und Abgaben erhöhen oder gar neue erfinden, sondern muss massiv sparen, vor allem bei der Verwaltung."
Wirtschaftskammer-Regionalstellenobmann Erwin Fuchs forderte, dass die Gemeinden mehr für die regionale Wirtschaft tun müssen: "Durch die Änderung der Vergabe-Richtlinien können die Gemeinden jetzt 100.000 statt bisher 40.000 Euro ohne Ausschreibung vergeben. Hier muss man sich bemühen, dass heimische Betriebe, die ja auch hier Steuern zahlen, zum Zug kommen."







