Der Klagenfurter Ironman war ein echter Härtetest
Mario Friesenbichler erkämpfte sich einen Startplatz für Hawaii.
TRIATHLON. Starkes Ironman-Debüt von Eva-Maria Kerschenbauer: Die Bruckerin vom KSV war in Klagenfurt nach 10:45 Stunden im Ziel, wurde 19. bei den Damen und Vierte ihrer Altersklasse W30. Vor allem ihre Marathonzeit von 3:51 Stunden ließ aufhorchen.
Bei seiner bereits sechsten Teilnahme in Klagenfurt war der Mareiner Mario Friesenbichler wieder bester Mürztaler, aber fast am Aufgeben. "Beim Marathon quälten mich 30 Kilometer lang Übelkeit und Kreislaufprobleme. Das war der elfte und sicher härteste Ironman meiner Karriere. Ich wollte nur noch ins Ziel - irgendwie! - und habe mich dort wie ein Sieger gefühlt." Die 9:16 Stunden sind zwar seine zweitbeste Ironmanzeit, dennoch ist er damit nicht zufrieden. Glücklich war nur, weil er sich damit letztlich doch noch ein Ticket für die WM auf Hawaii gesichert hat.
Kein positives Erlebnis war der Ironman diesmal für das Mürzzuschlager "Urgestein" Gernot Greylinger. 28 Mal war er schon Finisher, diesmal war nicht sein Tag. "Beim Aufwärmen habe ich mich noch super gefühlt, doch im Wasser ist vom Start weg nix gegangen", erzählt der 46-Jährige geknickt. Nach dem Schwimmen gönnte er sich in der Wechselzone eine zehnminütige (!) Nachdenkpause, stieg dann doch noch aufs Rad, brach den Bewerb aber wenig später ab. "Es war nicht mein Tag und ich weiß nicht warum. Aber das muss man akzeptieren." Weil seine Form grundsätzlich passt ("und die wollte ich mir mit einer Trotzaktion nicht ruinieren"), überlegt er jetzt, die Ironmanbewerbe in Regensburg oder Podersdorf zu bestreiten.
Außerdem tritt Greylinger mit seinem Tri-Team wieder als Veranstalter in Aktion: Am 24. Juli gibt es den "Mürzer Oberland Naturpark-Triathlon" bei der Urani-Teichanlage in Neuberg. CHRISTOPH HEIGL







