Aus Singrunde wurde Chor
Der Frauenchor Thörl schreckt auch nicht vor Fremdsprachen zurück.
Man muss uns einfach einmal erlebt und gehört haben", empfehlen voll Stolz die Obfrau des Frauenchor Thörls, Gerlinde Finz, und ihre Stellvertreterin Florence Weber. Aus einer Singrunde, die 1984 in Thörl gegründet worden war und bis 1997 Bestand hatte, entstand der Frauenchor Thörl. Der Grund dafür war, dass der später tragisch verunglückte Manfred Kickenweitz den Chor übernahm und umbenannte. Gleichzeitig trat der Klangkörper dem Arbeiter-Sängerbund bei.
Waren es als Singrunde 15 Sängerinnen, sind es jetzt 21. "Weil bei der Jugend kaum Interesse am Singen besteht, sind wir letztlich nur wenig Frauen", bedauert Finz. Trotzdem sind sie voll Freude beim Singen, bei Adventkonzerten, Hochzeiten, Gestaltung von Gottesdiensten und Pfarrfesten. Und das hauptsächlich in der engeren Heimat, aber auch im Ausland waren sie schon. Zum Vortrag kommen alte österreichische und deutsche Volkslieder, moderne und klassische Stücke sowie religiöse Chorliteratur und Spirituals, nicht selten auch in englischer und slowenischer Sprache gesungen.
Chorleiterin Astrid Pichler aus Bruck sorgte dafür, dass es einige Mappen voll von Liedgut gibt, auch von befreundeten Chören. "Wir sind offen für alles, was gut und schön klingt", sagt Finz.
Die Erfolge des Frauenchors können sich sehen lassen. So gab es ein Diplom aus Bronze beim internationalen Chorfestival in Bruck und eine Teilnahme an einem Sänger- und Musikantentreffen. Auch auf eine CD mit Adventliedern kann der Chor verweisen. Finz: "Der Höhepunkt im Jahr ist aber unser ,Baby', das Jahreskonzert im Herbst. Da legen wir unsere ganze Kraft hinein." DORIS GRASSBERGER













