Der "Rettungsschirm" blieb im Schirmständer
Kürzlich hat der Orthopäde Thomas Paszicsnyek das "Tor zur Altstadt" in der Kapfenberger Schmiedgasse offiziell aufgestoßen.
Das Wort Rettungsschirm ist seit der Eurokrise in aller Munde. Einen Rettungsschirm der etwas anderen Art hätten die Gemeinderäte der Stadt Kapfenberg gebraucht - hätten: wenn das "Tor zur Altstadt" nicht rechtzeitig fertig geworden wäre.
Hatte doch der Orthopäde Thomas Paszicsnyek bei der Präsentation der Pläne dieses Neubaus am Beginn der Schmiedgasse ein Damoklesschwert über die Stadtgemeinde und die Brucker Wohnbau gehängt. Sollte er mit seiner Ordination, der Physiotherapie und dem sportmedizinischen Zentrum nicht rechtzeitig einziehen könne, werde er eine Open-Air-Ordination auf dem Kapfenberger Hauptplatz einrichten - und die Gemeinderäte müssen die Patienten mit Regenschirmen schützen.
Einen Schirm gab es bei der offiziellen Ordinationseröffnung dennoch, und zwar für Bürgermeisterin Brigitte Schwarz. Sie erinnerte daran, dass Paszicsnyek die Gemeinde und die Brucker Wohnbau ständig angetrieben habe: "Wir arbeiten ohnedies schon schnell. Aber so haben wir noch schneller gearbeitet."
Noch ist das "Tor zur Altstadt", wie der Neubau heißt, zwar nicht ganz fertig, das Tor ist aber weit aufgestoßen. Neben Paszicsnyek wird auch der Geometer Robert Benzinger dort neue Räume finden, und im ersten und zweiten Stock wird betreutes Wohnen für Senioren angeboten, Betreiber ist die Volkshilfe.
"Zehn der zwölf Wohnungen sind schon vergeben", freut sich Monika Vukelic-Auer, die Leiterin der Abteilung Bürgerbüro und Sozialwesen der Stadtgemeinde. Offiziell werden die Wohnungen am 1. Juni übergeben. Wer noch Interesse hat, möge sich auf der Stadtgemeinde Kapfenberg melden.













