Der Regen, das Klavier und die Arche
Im Rahmen der "Mariazeller Bergwelle" gastierte das Salonorchester Bad Schallerbach mit einer konzertanten Aufführung der "Fledermaus" auf der Bürgeralpe.
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Peter Gillmayr, Begründer und Dirigent des Salonorchesters Bad Schallerbach, bedankte sich nach dem frenetischen Applaus bei den Zuhörern mit den ungewöhnlichen Worten: "Sie waren das erste Publikum, das den Eintritt zurückverlangt hat, ohne uns zu hören."
Gillmayr bezog sich damit auf den Unmut so manchen Besuchers des jüngsten Konzerts der "Mariazeller Bergwelle". Hatte Organisator Johann Kleinhofer doch entschieden, die "Fledermaus" in der "Arche des Waldes" und nicht auf der Seebühne aufführen zu lassen. Der Grund dafür war zum einen die unsichere Witterung und zum anderen der Konzertflügel, der gegebenenfalls unter dem Schlechtwetter zu leiden gehabt hätte.
Eine Entscheidung, die etliche Besucher ganz und gar nicht goutierten. Kleinhofer versprach daraufhin, dass alle Geschädigten einen Teil des Eintritts zurückbekommen würden.
Die Entscheidung war aber letztlich aus einem anderen Grund richtig: Da sowohl Orchester wie Sänger auf technische Verstärkung verzichteten, wäre der akustische Genuss auf der Seebühne nicht der wie in der Arche gewesen, deren Akustik nichts zu wünschen übrig gelassen hat. Sowohl die Stimmen als auch der Orchesterklang kamen voll und ohne Echo oder "Ton-Verschlucken" zur Geltung. Das lag aber auch an der perfekten Harmonie der Instrumente des Salonorchesters Bad Schallerbach, geleitet von Peter Gillmayr. Die Lust am Musizieren war den Orchestermitgliedern - allen voran dem Klarinettisten Josef "Peppone" Ortner - anzuhören und anzusehen.
Die vier Gesangssolisten Michaela Hörmanseder (Rosalinde), Britta Ströher (Adele), Harald Wurmsdobler (Eisenstein/Alfred) und Martin Vacha, der Dr. Falke, Frank, den Prinzen Orlofsky und Dr. Blind interpretierte, gaben der konzertanten Aufführung viel Schwung und begeisterten mit ihrer charmanten und weitgehend stimmsicheren Darstellung. Zum Liebling der Zuhörer avancierte aber Wilfried Steiner als Frosch, der auch als Conférencier fungierte.
PS: Lediglich vier Besucher verlangten nach der Vorstellung das Geld zurück.
Features
Kommentar
MARIAZELLER BERGWELLE 2010
Noch bis 3. September findet auf der Mariazeller Bürgeralpe jeden Freitag die "Bergwelle" statt: ein Live-Open-Air-Konzert mit anschließenden Wasserspielen.
Im Jahr 2005 wurde die "Arche des Waldes" samt Freiluftbühne eröffnet - mit einer Wasser-Licht-Show, der "Mariazeller Bergwelle". Seither gibt es jeden Sommer eine Veranstaltungsreihe unter diesem Titel.
Rainhard Fendrich & Band kommen am Freitag, dem 23. Juli, zur "Bergwelle".
Am 30. Juli wird der 75. Geburtstag des "King of Rock'n'Roll" gefeiert: mit Rusty, dem weltbesten Elvis-Presley-Imitator, gefeiert.
Das weitere Programm sowie Buchungsmöglichkeiten finden Sie im Internet unter www.mariazell.at oder unter der Telefonnummer (03882) 345 15.


















