Prozess in LeobenSteirer wollten "Legion Werwolf Ostmark" gründen

Sieben von acht Angeklagten erschienen zum Prozessauftakt vor Gericht. Sie zeigten sich großteils geständig, wollen sich aber mittlerweile von NS-Gedankengut distanziert haben.

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Die sieben Angeklagten im Landesgericht Leoben © Andreas Schöberl-Negishi
 

Sieben Steirer sind am Montag in Leoben wegen Wiederbetätigung vor einem Geschworenengericht gestanden. Ihnen wurde vorgeworfen, einschlägige Postings auf Facebook getätigt, NS-Devotionalien gesammelt und verbotenes Kriegsmaterial besessen zu haben. Die Angeklagten waren teilweise geständig.

Einer der Haupttäter war nicht zur Verhandlung erschienen, er ließ dem Gericht ausrichten, er bleibe in Deutschland, wo alle Ermittlungen gegen ihn eingestellt worden sind. Der Staatsanwalt beantragte, ihn zur Fahndung auszuschreiben.

Dann erzählte der Ankläger ausführlich, wie sich die Männer im Alter von 23 bis 32 Jahren immer wieder getroffen und die NS-Zeit verherrlicht hatten. Geplant war die Gründung einer Untergruppe der deutschen Organisation "Legion Werwolf" unter dem Titel "Legion Werwolf Ostmark".

Die sieben Beschuldigten sollen sich in unterschiedlicher Intensität betätigt haben, vom NS-Gedankengut waren aber offenbar alle angetan. T-Shirts und Pullover mit einschlägigen Aufschriften ("Adolf-Hitler-Europatour 1939 - 1945") wurden getauscht, Gegenstände wie Stahlhelme, Hitlerstatuen, NS-Orden, Uniformen gesammelt, der Körper mit Hakenkreuzen, Runen oder "88" tätowiert. Einer der Angeklagten meldete sich am Telefon mit "Führerbunker", führte der Staatsanwalt aus. Einem betrunkenen Kollegen malten die anderen ein Hakenkreuz auf die Brust und schrieben "I love Adolf" dazu.

Konzerte und Partys

Bei der Verhandlung zeigten sich die jungen Männer in vielen Punkten geständig, aber mittlerweile wollen sich alle von diesem Gedankengut distanziert haben. Von der Verteidigung wurde alles eher harmlos dargestellt: Die Angeklagten seien zu Konzerten gefahren und hätten Partys gefeiert, wo sie betrunken möglicherweise den Hitlergruß gezeigt oder sich gegenseitig mit Hakenkreuzen bemalt hätten, so die Quintessenz der Ausführungen.

Angeklagt wurde auch der Besitz von Kriegsmaterial wie Panzergranate oder Schusswaffen. Ein Andenken an seinen Opa, wie der Stahlhelm oder die Hitlerstatue, so einer der Beschuldigten, denn dieser sei bei der Wehrmacht gewesen. "Er besitzt diese Gegenstände, das ist aber nicht strafbar", betonte der Verteidiger des Beschuldigten. (APA)

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Danke für Ihr Verständnis.

tomtitan
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Solchen Vollpf.osten

täte ein Aufenthalt in gesiebter Luft sicher recht gut.

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Jak39
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Interessant

Die Anzahl d.Rot(blau?) Strichler.

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voit60
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fünf von den Dep pen

sind auch heute hier unterwegs.

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checker43
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Deppen

Hätten Sie sich nicht tätowieren lassen, sondern wären in Tracht oder Anzug zu vernetzenden Tagungen oder Bällen in repräsentativen Gebäuden zusammengekommen, hätte ihnen die hohe Politik ihre Aufwartung gemacht und nicht die Polizei.

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Jak39
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Wie die Alten(Ewiggestrigen)

sungen, so zwitschern auch die Jungen.

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tannenbaum
6
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Diese Vollkoffer

sollten zu zweihundert Stunden Geschichtsunterricht mit Schwerpunkt 1920 bis 1945 vertonnert werden, und erst bei erfolgreich abgelegter Abschlussprüfung wieder in die Freiheit entlassen werden!

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Reipsi
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Was wollen diese

Rostbuam eigentlich, haben in dieser Zeit noch garnicht gelebt und wissen nichts darüber wie es da wirklich zugegangen ist. Die gehören auch noch in Ihrem Alter bei ihren Ohrwaschln genommen und langgezogen.

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Geerdeter Steirer
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Ja diese "ROTZBUAM"

Da gibt's leider schon zu viele gleichgesinnte welche nicht mal die Windeln gefüllt haben als diese Zeit gegenwärtig war, diese radikale Hetzerei und das Brutalitätsgehabe nimmt immer mehr zu.
Aber wenn es ans wirklich Eingemachte gehen würde haben genau diese "Rotzbuam" als erster den Hosenbogen voll und suchen kläglich jammernd das Weite und suchen hilflos irrend Schutz, sie spielen sich ja eh nur in Gruppen als stark (aber eben nur mehr Schein als Sein)!!

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Reipsi
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Sollte eigentlich heissen

ROTZBUAM

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artjom85
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Wie dumm muss man sein!

Erst einmal auf eine Ideologie reinfallen, die so weit rechts ist dass sie sich fast ausschließlich durch Gewalt definiert.
Dann verbotenerweise genau dafür Werbung machen.
Und zum Drüberstreuen das ganze Zeug so nennen, dass selbst Staller (ja, aus Hubert & Staller, ich will an dieser Stelle keine realen Personen erwähnen) als schwer Kurzsichtiger noch Lunte gerochen hätte.
Da merkt man wodurch sich ein guter Nazi auszeichnet!

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sugarless
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Geschichte

dumme Buben, sollten im Rahmen ihrer Strafen auch alle ein Referat halten über die Greueltaten der Nazis

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Geerdeter Steirer
3
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Ein sachliches und realistisches Referieren

zu diesem verabscheuungswürdigen Geschichtsthema wäre sicherlich eine gute Möglichkeit die Gehirnwindungen dieser Burschen zu aktivieren und zu reinigen.

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