WeihnachtenBestechende Saison: Das sind die Trends bei steirischen Christbäumen

Jetzt geht die Christbaum-Saison wieder los! Welche Christbäume die Steirer bevorzugen, wo sie ihn am liebsten kaufen und wie es preislich aussieht. Ein Überblick.

© Fuchs Jürgen
 

In 71 Prozent der steirischen Haushalte wird in drei Wochen ein grüner Hausfreund namens Christbaum Einzug halten. Von den am Weihnachtsabend österreichweit etwa 2,3 Millionen festlich geschmückten Naturchristbäumen stammen 350.000 aus Kulturen in der Steiermark. Viele Bauern erwirtschaften sich damit einen Teil ihres Einkommens. Am 14. Dezember beginnt der Verkauf auf Plätzen in Graz. Ab Hof sind sie auch schon zuvor zu haben, hieß es am Montag vonseiten der Landwirtschaftskammer Steiermark.

Immer mehr kaufen direkt beim Produzenten

"Immer mehr Menschen in der Steiermark genießen abseits der vorweihnachtlichen Hektik einen gemütlichen Baumkauf bei den Christbaumbauern", hob Kammerpräsident Franz Titschenbacher im Pressegespräch hervor. Laut GfK-Christbaumstudie kaufen bereits 50 Prozent der Steirer ihren Christbaum direkt beim Bauern, also suchen ihn sich noch stehend in der Christbaumkultur oder holen ihn beim Produzenten ab. 2013 lag dieser Wert noch bei 30 Prozent.

Grüner Hausfreund: Kleine Christbaum-Kunde

Die Blaufichte.
Mit ihren stechenden Nadeln zählt sie sicher nicht zu den sanftesten Bäumen. Der unwiderstehliche Harzduft entschädigt aber vollends.

Die Coloradotanne.
Mit ihrem Zitronenduft und der langen Haltbarkeit ist sie sehr beliebt. Aber nur großer Schmuck kommt beim dichten Nadelkleid zur Geltung.

Frasertanne.
In den USA ist die Frasertanne der gefragteste Weihnachtsbaum. Sie ist sehr schlank, aber zugleich dich und hat kurze Nadeln.

Korktanne.
Stammt ursprünglich aus Nordamerika. Beliebt wegen der extrem guten Haltbarkeit der Nadeln und der schönen bläulich-grünen Nadelfarbe.

Nordmanntanne.
Sie besticht durch dunkel-grüne Farbe, Form und Dichte und ist unter anderem wegen ihrer Haltbarkeit der mit Abstand beliebteste heimische Christbaum.

Plastiktanne.
Sie erstrahlt jedes Jahr im satten Grün und kann nach den Feiertagen wieder im Keller verstaut werden. Auf den Nadelduft muss man verzichten.

Veitchstanne.
Die Tanne mit dem Zungenbrecher-Namen kommt aus Japan. Sie wächst unter allen Tannen am schnellsten. Dichte, glänzende Nadeln.

Weißtanne.
Sie wächst außerhalb der Christbaumplantagen im Wald und war früher der typische Christbaum. Ihre (eher schwachen) Äste liegen weit auseinander.

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Weitere 34 Prozent (2013 noch 49 Prozent) holen den Baum am Christbaumstand zB. in Städten. 15 Prozent kaufen ihn im Möbelhaus bzw. im Baumarkt. "Die Steirer sind Christbaumpatrioten und die Herkunft der Bäume wird von Jahr zu Jahr wichtiger", sagte Titschenbacher.

Rund 350.000 steirische Bäumchen und Bäume sind in diesem Jahr bereit für den festlichen Auftritt im Lichterschein. "Klimatisch hatten wir gebietsweise Trockenheit, Spätfröste und Hagel, aber wir sind mit einem blauen Auge davongekommen", schilderte Martina Lienhart, Obfrau der steirischen Christbaumbauern, die Herausforderungen an die Aufzucht. Trotz gestiegener Produktionskosten werden die Bäume jedoch zu einem stabilen Preis zwischen 15 bis 25 Euro pro Meter und abhängig von Qualität und Verkaufsplatz auf den Markt kommen.

Die Zeit, bis ein Pflänzchen als geschmückter Baum den Wohnungen festlichen Glanz verleiht, ist lange, schilderte Martina Lienhart. Rund zehn Jahre wächst ein steirischer Nadelbaum heran, bis er in einer durchschnittlichen Größe von 1,7 Meter verkauft werden kann. Die rot-weiß-rote Banderole mit Namen und Adresse des Produzenten garantiert, dass der Baum aus einer steirischen Kultur stammt und sich der Bauer der Kontrolle der freiwillig auferlegten Auflagen unterwirft.

Die Nordmanntanne mit ihren dunkelgrünen Nadeln ist mit Abstand der beliebteste Weihnachtsbaum, führte Lienhart an. Die Bauern bieten als Alternativen Fichten, Blaufichten, Colorado- oder Korktannen an. Die ästhetischen Wünsche der Kunden würden zunehmend individueller. So erfreue sich der platzsparende, mit speziellem Schnitt geformte "Raumwunderbaum" zunehmender Beliebtheit. Auch nach Exemplaren mit Doppel- oder auch gebogenen Mehrfachspitzen werde immer wieder gefragt. "Wer möchte, kann auch im Christbaumwald oder ab Hof aussuchen", schilderte die Christbaumbäuerin. Auch das Selbstschneiden sei möglich.

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