Steirer des TagesIhm geht es um die Sicherheit am Berg

Bergrettungs-Landesleiter Michael Miggitsch ist nun auch Vizepräsident des Österreichischen Bergrettungsdienstes.

Michael Miggitsch © Bergrettung
 

Vor wenigen Wochen formierte sich das Präsidium des Österreichischen Bergrettungsdienstes neu. Der Tiroler Stefan Hochstaffl wurde zum Präsidenten gewählt, der Grazer Michael Miggitsch steht ihm als einer von zwei Vizepräsidenten zur Seite. Für den 59-Jährigen ist es eine weitere wichtige Funktion im Dienste der alpinen Sicherheit. Denn seit fast fünf Jahren ist Miggitsch auch Chef der steirischen Bergrettung, zuvor war er 19 Jahre lang stellvertretender Landesleiter. „Ab April beginnt eine neue fünfjährige Funktionsperiode, da werde ich wohl ein Amt auch einmal in jüngere Hände übergeben“, denkt der Steirer aber schon an eine Staffelübergabe. Schließlich zähle er auf ein tolles Team, auf das man sich jederzeit verlassen könne.


Das Bergrettungswesen in Österreich ist grundsätzlich in den Bundesländern organisiert, der Bundesverband tritt aber als starke Stimme auf, wenn es etwa um Subventionen geht. Aber auch die Ausbildungsrichtlinien werden im Präsidium erarbeitet und vorgegeben, zudem vertritt man die Organisation in den internationalen Gremien wie der Kommission für alpines Rettungswesen. „Wir arbeiten da in vielen Bereichen, angefangen von der Lawinenforschung über das Rettungshundewesen bis hin zur Flugrettung“, zählt Miggitsch auf.


Über fehlenden Nachwuchs brauchen sich die derzeit rund 1700 Bergretter in den 53 steirischen Ortsstellen keine Sorgen zu machen. Der Dienst in den roten Einsatzjacken ist hoch angesehen, die Kurse sind meist ausgebucht. „Ja, wir tun uns schwer mit den Ausbildungsplätzen, aber das liegt an der Infrastruktur“, erklärt der Landeschef. Schließlich geht’s zur Fortbildung zumeist ins alpine Gelände und der Platz in den Hütten ist nun einmal begrenzt.

Zur Person

Michael Miggitsch, geboren am 20. Mai 1958 in Graz. Er ist verheiratet und hat zwei Kinder. Hauptberuflich ist er in der Katastrophenschutzabteilung des Landes für das Feuerwehrwesen tätig. Seit 2012 ist er auch Kommandant des Jägerbataillons Steiermark „Erzherzog Johann“.


Bei den Einsätzen bewegt man sich zuletzt auf stabil hohem Niveau. 1760 Mal mussten die steirischen Bergretter bisher heuer ausrücken, damit wird man die Anzahl der Einsätze des Vorjahres (1864) vermutlich erreichen. Grundsätzlich stellt die Bergrettung ihre Einsätze auch in Rechnung. „Weil es nicht vertretbar ist, Subventionen von der öffentlichen Hand zu verlangen und den Verursacher nicht zur Verantwortung zu ziehen“, stellt Miggitsch klar.


Er bemerkt auch eine große Anzahl von sogenannten Bagatelleinsätzen in den letzten Jahren, betont aber: „Wir sind keine Richter und Staatsanwälte, unsere Aufgabe ist zu helfen.“


Für private Touren schätzt der Grazer die weniger überlaufenen Bergregionen im Süden wie die Steiner Alpen und die Karawanken. Sein technisches Rüstzeug holte sich Miggitsch übrigens beim Bundesheer, wo er einst die Alpinausbildung machte. Als Kommandant des Miliz-Jägerbataillons Steiermark ist er der Landesverteidigung nach wie vor verbunden. Aber auch da zeichnet sich im Rahmen der nächsten Großübung 2018 eine Kommandoübergabe ab, verrät der Milizoffizier.

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