Ab 10. DezemberDas alles ändert sich mit dem neuen Fahrplan

Neue Fernverbindungen nach Italien und Tschechien, zusätzliche Halte, neues und modernisiertes Wagenmaterial und ein Freizeit-Ticket, das jetzt das ganze Jahr gilt.

Franz Suppan, Anton Lang und Alfred Hensle vor einem erneuerten "Talent" © Land Steiermark/Strasser
 

Am 10. Dezember tritt der neue Fahrplan 2018 der ÖBB und damit auch des Steirischen Verkehrsverbundes in Kraft. Am Donnerstag präsentierten Verkehrslandesrat Anton Lang, ÖBB-Regionalmanager Franz Suppan und Verkehrsverbund-Geschäftsführer Alfred Hensle die Neuerungen für die Fahrgäste in der Steiermark.

Um den Steirern das Umsteigen zu erleichtern und auch das 10-Jahr-Jubiläum der S-Bahn-Steiermark gebührend zu feiern, gibt es am Samstag auf allen S-Bahn-Linien den Nulltarif. Wo man derzeit beim Umstieg auf Öffis noch Geld sparen kann, lesen Sie bitte hier.

Und das ist neu im Fahrplanjahr 2018:

Kaum Änderungen im Nahverkehr

Zum steirischen S-Bahnnetz wurden ja im Vorjahr zwei neue Linien in der Obersteiermark hinzugefügt, heuer gibt es nur marginale Änderungen im Nahverkehr (zusätzliche Frühverbindungen für den Schülertransport), die aber bereits im September wirksam wurden.

Zusätzliche Verbindungen in die Nachbarländer

Der Taktverkehr von bzw. nach Tschechien wird ausgeweitet. Es gibt eine neue Frühverbindung von Prag (Abfahrt 4.49 Uhr) über Brünn und Wien nach Graz. Am Abend fährt ein Zug um 18.26 Uhr über Wien nach Brünn. Außerdem verkehren täglich zwei neue Railjet-Direktverbindungen von der Obersteiermark nach Udine und Venedig. In diese Städte gibt es noch weitere Railjet-Verbindungen, die bisher ab/bis Villach gefahren sind. Und: Eine neue Spätverbindung von Wien nach Villach hält nun auch auf vielfachen Wunsch in Judenburg und Unzmarkt.

Neue Cityjets, alte Garnituren werden aufgemöbelt

18 neue Cityjets der ÖBB kommen bis Anfang des nächsten Jahres in der Steiermark an. Außerdem werden je 20 Talent- und 20 Desiro-Garnituren auf das Niveau der Cityjet-Flotte gehoben. Das bedeutet neue Komfort-Sitze, Echtzeit-Fahrgastinformation und auch teilweise Wlan an Bord.

So sehen die neuen Sitze in den Talent-Zügen aus Foto © Wilfried Rombold

Ruhe- und Familienzonen

In ihren Railjets führen die ÖBB ab Dezember neue und speziell gekennzeichnete Ruhe- und Familienzonen ein. Die Ruhezonen gibt es sowohl in der 1. und 2. Klasse, die Familienzonen mit mehr Bewegungsfreiheit für Kinder sowie Tischspielen nur in der 2. Klasse.

Freizeit-Ticket das ganze Jahr

Das Freizeit-Ticket Steiermark, das bisher nur in den Sommerferien galt, wird ab 2. Dezember auf alle Wochenenden und Feiertage im Jahr ausgeweitet. An diesen Tagen kann man einen Tag lang die öffentlichen Verkehrsmittel in der Steiermark um 11 Euro pro Person nützen.

Kommentare (5)

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kropfrob
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Aber nach Linz und Salzburg ...

... kommt man weiterhin nicht in vernünftiger Zeit und am Tagesrand (sodass man den ganzen Tag im jeweiligen Zielort nutzen kann). Aber Brünn und Venedig sind natürlich viel wichtigere Ziele ;-)

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Efried
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Brünn?

Welche Relevanz haben Brünn und Prag für die Steiermark?
Verbindungen nach Gornja Radgona, Maribor und Zagreb wären wichtiger!

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Sandratz
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@Efrid

...Die zusätzliche Direktverbindung nach Prag bedeutet auch, dass es eine weitere Verbindung nach Wien gibt. Ich fahre die Strecke (bis nach Prag) in regelmäßigen, kurzen, Abständen. Dabei ist mir aufgefallen, dass sehr viele Reisende in Wien, genauso wie ich, sitzen bleiben und auch wirklich bis Prag weiterfahren. Der Hbhf Prag ist z.B. auch ein wichtiger Umstiegs-Bhf, für Reisende nach Deutschland. Auch nicht zu unterschätzen ist die Tatsache, dass immer mehr (vor allem für die Bereiche Technik und Medizin) Kongresse in Prag stattfinden. Die jetzt noch frühere Verbindung ist vor allem super für Tagesausflügler (privat sowie beruflich) - so kommt man stressfreier hin- und her. Wie gesagt - meiner Beobachtung nach wird diese Direktverbindung sehr stark genutzt.

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kropfrob
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Das mit der weiteren Verbindung ...

nach Wien stimmt nicht. Denn die Verbindungen Wien-Graz (Wien ab um 8:58) und Graz-Wien (Graz ab um 18:28) gab es auch schon bisher - nur ohne direkte Weiterfahrt nach Prag.
Tatsache ist, dass sich die ÖBB vermutlich eine RJ-Garnitur spart, denn die Züge aus Prag werden von der tschechischen Eisenbahngesellschaft gestellt.

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kropfrob
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...

Wobei sich die ÖBB in den tschecischen RJ auch ein paar spezielle "Serviceleitungen" erlauben: Keine deutschsprachigen Durchsagen und Fahrplananzeigen in Österreich, wenn man in Wien einsteigt verschmutzte Wagons, überquellende Mistkübel und häufig ausverkauftes Bordbistro

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