Schwieriger ParcoursDieser Steirer fährt zur WM der Schneepflugfahrer

Die Elite der österreichischen Schneepflugfahrer traf sich in Spielberg. Der tückische Parcours entschied über die WM-Teilnehmer - der Obersteirer Siegfried schaffte es am Donnerstag ins Nationalteam.

Unser Steirer im dreiköpfigen Nationalteam: Siegfried Sattler © Jürgen Fuchs
 

Geschafft! Nur drei Österreich-Tickets gab es für die Schneepflug-WM in Polen 2018, eines davon erkämpfte sich mit dem Obersteirer Siegfried Sattler ein Asfinag-Mitarbeiter aus der Autobahnmeisterei Knittelfeld. Der 40-Jährige belegte bei den anspruchsvollen Geschicklichkeits-Bewerben (gefahren wurden verschiedene Parcours mit einem Unimog, auch unter Zeitdruck) den zweiten Gesamtrang.

Schon gestern ging es bei der Quali rund: Zwei Warnkegel müssen beim Parcours dran glauben, werden überfahren, gehen unter der Last eines Unimog-Schneepflugs in die Knie. Karl Brandmüller, einer von fünf steirischen Teilnehmern beim „Austrian Snow Fighter Championship“ am Red Bull Ring, beäugt die Fahrmanöver eines Konkurrenten. Dieser müht sich gerade am Parcours ab, absolviert die Runde konzentriert, überfährt trotzdem zwei Pylone. Brandmüller kommentiert trocken: „Die Kegel, die er jetzt anfährt, sind im Winter dann halt echte Autos.“ Ein Fremdkontakt im Winter hätte also schmerzhafte Folgen.

Trockentraining

Es ist mehr als ein Trockentraining für Schneepflugfahrer aus ganz Österreich, das zwei Tage lang in Spielberg über die Bühne geht. Einerseits geht es für die Teilnehmer darum, sich für das Nationalteam der Schneepflugfahrer zu qualifizieren. Andererseits ist es die perfekte Gelegenheit, sich auf die Tücken des Winterdienstes vorzubereiten: „Höchste Konzentration und Können ist gefragt“, erläutert Gerhard Fürböck vom Referat Technik, Infrastruktur und Winterdienst des Landes Steiermark. „Zehn Übungen sind beim Parcours zu absolvieren, 850 Punkte kann ein Fahrer maximal erreichen. Aber nur dann, wenn er keinen einzigen Fehler macht und unter fünf Minuten bleibt.“

Video: Gerhard Fürböck über den Parcours

Gerhard Fürböck über den Parcours


Fehlerfrei durch den Parcours? Praktisch nicht zu schaffen. Allein die Übung „Verschieben der Bremstrommel“ ist ein echter Knackpunkt. Der Fahrer sieht die am Boden liegende Bremstrommel nur bei der Anfahrt. Sobald er sie verschiebt, liegt sie versteckt hinter dem Pflug. Trotzdem muss sie punktgenau in einen Kreis platziert werden. Oder die Übung „Anhalten im Rückwärtsgang auf Rampe“ – echte Millimeterarbeit. Der Unimog muss möglichst nah am Abgrund angehalten werden. „Wenn das im Winter schief geht, ist am Räumfahrzeug der komplette Streuteller kaputt“, erklärt Fürböck.

Video: Die Tücken des Parcours

Video: Die Tücken des Parcours



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