StainachGiftgasalarm in Käserei: Hundert Liter Phosphorsäure traten aus

Alarm in Stainach: Keine Personen gefährdet, aber mehrere Feuerwehren mit schwerem Atemschutz unterwegs.

© BFV Liezen / Schlüßlmayr
 

Dramatische Stunden in Stainach: Zu einem Alarm kam es am Montag um 13.50 Uhr in der Käserei der Firma Ennstal Milch in Stainach: Etwa 300 Liter Phosphor P3 waren – vermutlich aufgrund einer chemischen Reaktion mit Chlor - aus einem Gebinde ausgetreten, etwa 100 Liter des Stoffes bestanden aus Phosphorsäure.

Kontaminiert war die Bodenfläche des Reinigungsmittel-Lagerraumes, ein eigener Rein-Bereich. Die gelagerten Substanzen dienen zum vollautomatischen Reinigen und Desinfizieren der Maschinen im produzierenden Betrieb. Glücklicherweise bemerkten die Angestellten am Geruch den Vorfall schon gegen 13.45 Uhr und konnten sich in Sicherheit bringen. Es gab keine Personenschäden.

Phosphorsäure ausgetreten: Chemiealarm in Stainach

Das Land Steiermark gab Giftalarm aus, und die Feuerwehren Stainach und Unterburg, die zunächst am Einsatz eintrafen, konnten zunächst nicht viel tun, außer den Einsatzort zu sichern. Es wurden Feuerwehren in Liezen, Kapfenberg und Leoben zur Unterstützung angefordert, da sie über Spezialausrüstungen für solche Giftgaseinsätze verfügen. Die Bevölkerung rundum wurde informiert. Bei dem Vorfall wurden niemand verletzt. Eine Gefahr für die Menschen bestand nicht, die Säure gelangte weder in den Außenraum noch in die Kanalisation.

Einsatzfotos: Chemiealarm in der Käserei

BFV Liezen / Schlüßlmayr
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Die Säure war in einem Tanklager ausgetreten. Die Stoffe werden dazu benützt, die Leitungen und Armaturen zu reinigen. Die Säure kristallisiert an der Luft aus. Doch der Einsatz ist nicht ungefährlich, und die Feuerwehrleute müssen mit Vollschutz und Atemschutzgeräten vordringen. Zusätzlich musste eine Waschstraße errichtet werden, wo sich die Männer samt ihren Schutzanzügen reinigen können.

Die Feuerwehren Stainach und Liezen rückten zunächst aus, um die Endreinigung durchzuführen. Da sich die Reinigung als aufwendig erwies, wurden weitere Kräfte angefordert. Insgesamt waren neun Feuerwehren mit 51 Kräften im Einsatz.

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