Strafe herabgesetztLinzer Ex-Primar operiert in Schladming mit Fußfessel

Einem Medienbericht zufolge darf jener ehemalige Primar aus Linz, der wegen schweren Betrugs verurteilt worden war, nun mit Fußfessel operieren.

© Fotolia
 

Der ehemalige Primar hat von Ende 2006 bis Oktober 2013 die Sonderklasse-Gebühren, die nach einem spitalsintern festgelegten Schlüssel aufgeteilt werden sollten, nicht vereinbarungsgemäß an alle Mitarbeiter abgerechnet und so rund 450.000 Euro Schaden angerichtet.

Er selbst hatte sich bis zuletzt darauf berufen, dass die Rechtslage komplex sei und er der Ansicht gewesen sei, korrekt gehandelt zu haben. Er wollte den Schaden auch gut machen. Im September 2016 hat das Oberlandesgericht Linz die Strafe von 26 Monaten unbedingt auf 24 Monate teilbedingt herabgesetzt.

Laut einem Bericht der "Kronen Zeitung" vom Montag hat das Linzer Landesgericht dem Spitzenchirurgen nun zugestanden, mit einer Fußfessel operieren zu dürfen. Hintergrund sei ein Vergleich samt Bankgarantie: Der Arzt bürgt für die Ansprüche von 450.000 Euro.

Kommentare (3)

Kommentieren
treveller
0
0
Lesenswert?

Primar operiert mit Fußfessel.

Finde ich sehr gut, dass er weiterarbeiten kann. Aber das statt chirurgischer Instrumente bei einer Operation eine Fußfessel verwendet werden kann ist sicherlich revolutionär und ist Nobelpreis verdächtig. (operiert -- MIT -- Fußfessel)

Antworten
charlie_chester_
0
3
Lesenswert?

Gut so

Sehr gute Entscheidung des Gerichtes. Und wer den betroffenen Chirurgen persönlich kennt, weiß auch, dass diese Entscheidung für alle Seiten optimal ist.

Antworten
brunnholzer
0
6
Lesenswert?

VERNÜNFTIG

So eine Entscheidung von einem Gericht ist wirklich vernünftig. Der Arzt kann seine Schulden abarbeiten und sitzt nicht auf Staatskosten im Häfen und seine Mitarbeiter bekommen das Geld zurück.

Antworten