Ratlose ProtestiererMitglieder des "Staatenbundes Österreich" erschienen bei Gericht

Rund 30 Anhänger des "Staatenbundes Österreich" versammelten sich Freitag früh vor dem Straflandesgericht Graz. Von den am Donnerstag verhafteten 26 Staatsverweigerern wurden gestern in Graz zwei enthaftet. In Tirol gab es eine weitere Verhaftung.

© (c) Alexander Danner
 

Neue Aktualität erhielt die Versammlung durch die Verhaftung von 26 Staatsverweigerern in den frühen Morgenstunden des Donnerstags. Die Protestierer wirkten auch einigermaßen rat- und führungslos. "Wie es weitergeht? Keine Ahnung, wir sind alles Individuen", betonte eine eigens aus Oberösterreich angereiste Aktivistin.

Warten vor dem Schwurgerichtssaal

Nach einigem ratlosem Suchen im Landesgericht versammelte sich die Gruppe vor dem verschlossenen Schwurgerichtssaal - eingekreist von mindestens ebenso vielen Polizeibeamten und Security-Mitarbeitern. Einige gaben bereitwillig über ihre politische Einstellung Auskunft: "Wissen Sie dass die Leibeigenschaft nie abgeschafft wurde? Sie wurde nur durch das Finanzsystem ersetzt." Die Inhaftierten, einschließlich der "Präsidentin", würden bald freikommen, sie hätten ja kein Verbrechen begangen. Die Staatsanwaltschaft Graz ermittelt wie berichtet wegen der Beteiligung an einer staatsfeindlichen Verbindung, Widerstand gegen die Staatsgewalt, Nötigung, gefährliche Drohung, Erpressung und gewerbsmäßigen schweren Betrugs. Vier Richter sind im Einsatz, um die Zahl der Haftverhandlungen gegen die Festgenommenen zu bewältigen, die zum Teil nur einige Meter weiter in der Justizanstalt Jakomini sitzen. Zwei Personen wurden bereits gestern wieder enthaftet, weil sie laut Staatsanwaltschaft "kooperativ" waren und zur Aufklärung beitrugen. Dafür gab es in Tirol eine weitere Verhaftung.

Straflandesgericht Graz: Ein Dutzend "Staatsverweigerer" in Grazer Gericht

Das Straflandesgericht war am Freitagmorgen wieder gut von der Polizei bewacht. Auch das Medien- und Publikumsinteresse am angekündigten "Prozess", der keiner ist, war groß.

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Etwa ein Dutzend Mitglieder der Vereinigung hatte sich ebenfalls ins Gericht begeben und suchte etwas orientierungslos nach dem richtigen Saal, um der "Verhandlung" beizuwohnen.

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Letzendlich wurde diese nie offizielle angesetzte Verhandlung aber wieder abgesagt, der Präsident des Straflandesgerichts bat alle, das Haus zu verlassen.

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 Aufforderung, das Gebäude zu verlassen

Andere Aktivisten weigerten sich strikt, mit der "Lügenpresse" zu sprechen. Gegen zehn Uhr beendete die "Firma Österreich", wie es im Jargon der Staatsverweigere heißt, den Auflauf. "Wie Sie bemerkt haben, findet in diesem Saal heute keine Verhandlung statt", informierte der Vizepräsident des Straflandesgerichts, Harald Friedrich. "Ich bitte Sie deshalb, das Gebäude jetzt zu verlassen." Dieser Aufforderung schließlich kamen alle nach.

Weitere Verhaftung

Am Freitagnachmittag gab die Staatsanwaltschaft bekannt, dass in Tirol ein weiterer Verdächtiger verhaftet worden ist. Dafür wurden zwei steirische Verdächtige wieder enthaftet. Sie seien kooperativ gewesen und hätten zur Aufklärung beigetragen. Der selbsternannte "Staatenbund" rief im Internet indes mit einem obskuren Brief Russlands Präsidenten Wladimir Putin zu Hilfe.

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9344564000
9
23
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Denen gehts zu gut

Hinein in einem Steinbruch und arbeiten,

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fon2024
4
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andaman

gehören alle in die Psychiatrie ein leben lang.

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