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+++ Aktuelle Lage in Spielfeld+++

Nacht in Spielfeld verlief ruhig

+++ Quartiere längst knapp +++ Flüchtlinge werden von Heer eingsammelt+++ 50 Flüchtlinge in Turnhalle Wildon +++ Züge nach Graz voll +++ Ortsdurchfahrt Wildon gesperrt +++ Keine Flüchtlinge mehr in Bad Radkersburg +++ 800 Flüchtlinge am Abend in Spielfeld +++ Militärkommando Burgenland schickt Jägerbatailon 25 in die Steiermark +++

Die Flüchtlinge marschierten bis in die Abendstunden entlang der B 67 © APA
 

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Angespannte Lage an der Grenze: Hunderte Flüchtlinge irrten am Freitag entlang der B 67 in Richtung Norden herum und versuchten auf eigene Faust weiterzukommen. Am Abend wurden jene, die nicht weiterkamen, von Kälte und Dunkelheit überrascht. Nachdem am Abend keine freien Quartiere mehr zur Verfügung standen, fuhren ab 21 Uhr jedoch wieder Busse, um die Flüchtlinge aus der Sammelstelle in Spielfeld wegzubringen. Allerdings sind die Quartiere längst knapp.

Für rund 800 Flüchtlinge, die sich am Abend noch in Spielfeld befanden - wurde versucht noch feste Quartiere zu finden. In Bad Radkersburg waren keine Flüchtlinge mehr. Gegen 1 Uhr Nachts wurde die Sporthalle Leibnitz für etwa 600 Personen geöffnet, auch über 1000 Flüchtlinge sollen in der Nacht wieder neu hinzugekommen sein.

Am Samstag werden 7500 Flüchtlinge an der Grenze erwartet.

22:06 Uhr: Menschen schlafen im Freien

Mehrere Hundert Menschen schlafen in Spielfeld am kalten Asphalt - aktuell hat es 6 Grad in Spielfeld. Die Situation ist - trotz der Anspannungen während des Tages - friedlich. Der Abtransport der Flüchtlinge (für die, die es sich leisten können) mit den Taxis geht flott. Die Menschen stehen Schlange für eine Weiterfahrt mit Bus oder Taxi, andere verbringen die Nacht im Freien.

Die Menschen schlafen in Decken gehüllt am eiskalten Beton Foto © Markus Leodolter

21:51 Uhr: Busse fahren wieder

Nachdem es am Abend hieß, dass es keine Quartiere mehr gibt - fuhren gegen 21 Uhr wieder Busse, die die Flüchtlinge weiter in feste Quartiere brachten. Insgesamt wurden gestern 1410 Flüchtlinge in Unterkünfte in mehreren Bundesländern untergebracht. Im Turnsaal der NMS Wildon waren gegen 21:50 Uhr etwa 50 Flüchtlinge untergebracht, die dort auch die Nacht verbringen sollen. Für die Menschen wurde auch Essen organisiert. Noch einige wenige Flüchtlnge irren auf der B 67 herum.

21:22 Uhr: 50 Flüchtlinge in Wildon untergebracht

Zwischen Leibnitz und Wildon sind noch Flüchtlinge zu Fuß unterwegs. Sie werden von der Polizei das letzte Stück nach Wildon begleitet. In Wildon sind bereits rund 50 Flüchtlinge in der Turnhalle untergebracht. Der Bürgermeister wurde erst gegen 20 Uhr informiert.

Freitag, 21:07 Uhr: Autobusse in Spielfeld

Zehn Autobusse und rund 50 Taxis sind in der unmittelbaren Nähre zur Sammelstelle in Spielfeld angekommen. Die Taxis haben auf dem großen Parkplatz Aufstellung genommen, werden im Moment von den Flüchtlingen nicht in Anspruch genommen. Eine Taxifahrt nach Wien kostet 420 Euro, die Fahrt nach Salzburg 650 Euro.

Auf der B 67 sammelt währendessen ein Bus des Bundesheers die wandernden Fußgänger auf.

Freitag, 20:58 Uhr: Keine Flüchtlinge mehr in Bad Radkersburg

Von Bad Radkersburg wurden 900 Flüchtlinge mit 18 Bussen weitertransportiert, dort sind jetzt keine Flüchtlinge mehr. In Spielfeld befinden sich noch ewa 800 Flüchtlinge - man ist bemüht, sie noch im Laufe der Nacht in festen Quartieren unterzubringen.

Insgesamt wurden heute mit 28 Bussen 1410 Flüchtlinge in mehrere Bundesländer weitertransportiert.

 

Freitag, 20:52 Uhr: Zug in Richtung Graz voll

Ein Zug in Richtung Graz ist voll mit Flüchtlingen, die nächste große Gruppe ist im Anmarsch. Am Wildoner Berg ist ebenfalls eine Gruppe Flüchtlinge unterwegs.

 

Freitag, 20:13 Uhr: Turnsaal in Wildon geöffnet

Einige der Flüchtlinge, die sich am Nachmittag zu Fuß auf den Weg in Richtung Norden gemacht hatten, konnten am Abend in der Dunkelheit einfach nicht mehr weiter, der Marsch hatte sie auch erschöpft. Für rund 30 bis 40 Flüchtlinge wurde am Abend der Turnsaal der Hauptschule in Wildon geöffnet, hier sollen die Flüchtlinge auch versorgt werden.

Freitag, 19:57 Uhr: 800 Leute im Grenzquartier


800 Flüchtlinge hielten sich laut Polizei am Abend im Lager an der Grenze auf, 400 sind auf den Straßen unterwegs - viele davon sind mittlerweile bereits mit Zug oder auch Taxi weitergereist. Jene, die noch auf den Straßen unterwegs sind, will man nun mit Bussen zurück nach Spielfeld holen. Allerdings gibt es keine Quartiere für diese Menschen - ein Quartier, die Sporthalle Leibnitz, wurde - wie berichtet - am Abend für die Flüchtlinge vorbereitet.

4000 bis 5000 Flüchtlinge sind heute in Spielfeld angekommen, rund 1500 durchbrachen am Nachmittag die Grenze.

In Bad Radkersburg waren tagsüber 1100 Flüchtlinge, 900 waren jetzt am Abend noch vor Ort. Sie sollen in den nächsten Stunden in Richtung Kärnten, Tirol und Vorarlberg weitertransportiert werden. Die Sammelstelle soll heute noch komplett geräumt werden.

 

Freitag, 19:23 Uhr: Quartierengpässe

Die Transportkapazitäten wären gegeben, um die Flüchtlinge mit Bussen weiterzubringen - allerdings gibt es keine freien Quartiere mehr. 500 Personen sind aktuell in Spielfeld, 150 sollen sich in Leibnitz befinden, weitere 5. Taxis, die die Leute bei den Sammelstellen abholen sollten, nehmen die Flüchtlinge auf der Strecke auf. Für die Taxitransporte müssen die Flüchtlinge finanziell selbst aufkommen. Auf slowenischer Seite befinden sich rund tausend Personen, der Zustrom ist allerdings etwas versickert.

Freitag, 19:06 Uhr: Ortsdurchfahrt Wildon gesperrt

Es wird damit gerechnet, dass zahlreiche Flüchtlinge durch Wildon marschieren, deswegen wurde die Ortsdurchfahrt gesperrt.

In Bad Radkersburg sitzen derzeit 1100 Flüchtlinge.

Freitag, 18:55 Uhr: Zuge fahren regulär, keine Sonderzüge

Tausende Flüchtlinge - eine genauere Schätzung lag der Polizei Freitagnachmittag nicht vor - dürften weiterhin auf eigene Faust einen Weg durch die Steiermark Richtung Deutschland suchen. Während es manche mit Taxis versuchen, kaufen sich andere Zugtickets. Laut ÖBB fuhren ab Leibnitz die Züge regulär Richtung Graz ab, wer ein Ticket habe, werde wie jeder andere Gast behandelt. Die kolportierten Sonderzüge ab Leibnitz soll es laut ÖBB-Pressesprecher Christoph Posch nicht geben.

Freitag, 18:45 Uhr: Brenzlige  Situationen auf der B 67

500 Personen sind auf der B 67 zu Fuß in Richtung Wildon unterwegs. Hier kommt es immer wieder zu brenzligen Situationen. Viele Flüchtlinge, die dunkel gekleidet sind und Decken oder Schlafsäcke über den Körper gehüllt haben, sind auf der Fahrbahnmitte unterwegs. Es herrscht Finsternis und die B 67 hat hier keinen Gehsteig. Es kommt immer wieder zu brenzligen Situationen zwischen Autofahrern und Flüchtlingen.

Insgesamt sollen heute 5500 Personen in Spielfeld angekommen sein, 2000 sollen aktuell auf slowenischer Seite warten. 500 bis 1000 befinden sich derzeit im Transitlager Spielfeld.

Freitag, 18.38 Uhr: Sporthalle Leibnitz als Notquartier

Die Sporthalle Leibnitz wurde laut Bürgermeister Helmut Leitenberger als Notquartier vorbereitet. Bis Montag ist die Halle vorerst für diese Verwendund reserviert, geöffnet wurde sie vorerst noch nicht.

Freitag, 17.51  Uhr: Menschen gehen weiter Richtung Bahnhof

Am Kreisverkehr Landscha marschieren viele Personen Richtung Stadtzentrum.

 

Freitag, 16.47 Uhr: "Geschäfte nicht geplündert"

Immer wieder tauchen in sozialen Netzwerken Gerüchte über von Flüchtlingen geplünderte Geschäfte auf. Das letzte: Ein Supermarkt in Mureck sei regelrecht ausgeräumt worden. Die Landespolizeidirektion stellt klar, dass es keinerlei derartige Aktionen gegeben hat. In den aufgeregten Debatten im Internet will man aber selbst den polizeilichen Aussagen keinen Glauben mehr schenken. Unsere Nachfrage bei dem Murecker Geschäft ergab aber, dass an der Geschichte wirklich nichts dran ist. Im Supermarkt sagte man knapp: "'Das stimmt nicht. Wir haben hier bisher noch keinen einzigen Flüchtling gesehen!"

Freitag, 16.44 Uhr: Züge sollen Flüchtlinge weiterbringen

Es wird versucht ÖBB-Sonderzüge aufzustellen, die die 1500 Personen, die zu Fuß zum Bahnhof Leibnitz unterwegs waren und es aktuell auch noch sind - weiterbringen sollen.

Bezirk Leibnitz: Flüchtlingsmarsch in Richtung Norden

Am Freitag, 23. Oktober - waren rund 1500 Flüchtlinge am Nachmittag in Richtung Norden unterwegs.

Anton Barbic

Sie konnten die Situation im Transitlager Spielfeld nicht aushalten und machten sich zu Fuß entlang der B 67 auf den Weg.

Anton Barbic

Zwischen Spielfeld und Leitring sind auf der B 67 durchgehend Flüchtlinge unterwegs.

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Freitag, 16.26 Uhr: "Quotenlösung betont"

Bundeskanzler Werner Faymann (SPÖ) ist am Freitag in Wien mit der EU-Außenbeauftragten Federica Mogherini zusammengetroffen. Dabei zeigten sie sich erneut einig über ein verpflichtende Verteilung der Flüchtlinge auf die gesamte EU. Da einzelne Länder diese Herausforderung nicht bewältigen könnten, werde für eine solidarische, europäische Lösung plädiert, hieß es danach aus dem Bundeskanzleramt. Viele EU-Partner, auch im Westen des Kontinents, lehnen den Verteilmechanismus jedoch ab. Ein fest vereinbartes Verteilsystem werde Menschen aus Syrien und anderen Krisenländern nicht davon abhalten, Kurs auf Deutschland und Schweden zu nehmen, meinen Insider.

Freitag, 16.22 Uhr: ÖVP verteidigt Festung Europa-Kurs

ÖVP-Generalsekretär Peter McDonald hat die Flüchtlingspolitik von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) gegen Kritik von SPÖ und Grünen verteidigt. Man brauche in Europa starke Grenzen nach außen, um Freiheit und Zusammenhalt nach innen gewährleisten zu können und die Rufe nach innereuropäischen Grenzen nicht zu stärken. Fakt sei, die EU-Außengrenzen müssten gesichert und Hotspots mit Auffanglagern errichtet werden. Nur so könne der anhaltende Zustrom nach Europa eingedämmt und in geregelte Bahnen gelenkt werden: "Wer an der Notwendigkeit dieses Vorgehens zweifelt, verschließt die Augen vor der Realität", betont der ÖVP-Generalsekretär.

Freitag, 15.59 Uhr: Flüchtlinge marschieren weiter

Die Flüchtlinge wanderten am Freitagnachmittag in Richtung Norden. Auch auf der B 67 waren sie am Nachmittag unterwegs und machten keine Anstalten umzukehren. Die Straße ist nicht gesperrt, die Polizei versucht die Fußgänger allerdings davon abzuhalten den Kreisverkehr zu passieren und versuchen den Verkehr zu kontrollieren.

Freitag, 15.57 Uhr: Flüchtlinge aus der Steiermark kommen nach Kärnten

600 Flüchtlinge kommen aus der Steiermark nach Kärnten, sie werden die Nacht in Klagenfurt verbringen, sagte Polizeisprecher Rainer Dionisio am Freitag. Rund 1.200 Flüchtlinge werden am Freitagabend in Kärnten erwartet. 600 sollen per Zug aus Slowenien ankommen, sie werden planmäßig in den Transitunterkünften in Villach unterkommen.

Freitag, 15.48 Uhr: Jägerbataillon 25 aus Eisenstadt abgezogen

Auf der B50 im Bezirk Eisenstadt-Umgebung waren am Freitagnachmittag zahlreiche Bundesheer-Fahrzeuge unterwegs. Die Kolonne war auf dem Weg in die Steiermark. Aufgrund der geänderten Lage an der Grenze - in Nickelsdorf hat der Zustrom von Flüchtlingen am Wochenende vorerst aufgehört - werde eine Verlegung durchgeführt.

Von den knapp mehr als 500 im Burgenland eingesetzten Assistenzsoldaten sollen etwas mehr als 200 hierbleiben, so Pressesprecher Oberstleutnant Andreas Jordanich. Eine Kompanie verbleibe in Nickelsdorf, eine halbe in Güssing. Das Jägerbataillon 25 sei hingegen komplett abgezogen worden. "Neues Schwergewicht ist die Steiermark", so Jordanich.

Freitag, 15.33 Uhr: Doris Kampus: "Situation ist unzumutbar"

Video-Redakteur Markus Leodolter interviewt Landesrätin Doris Kampus. Sie spricht von einer unzumutbaren Situation und fordert Transportkapazitäten. Von der Ministerin hätte sie die Zusage erhalten, dass 20 Busse hierher unterwegs seien. Nicht zu erklären sei, "warum das in Nickelsdorf mit höheren Buskapazitäten funktioniert" habe.

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Freitag, 15.26 Uhr: ÖVP kritsiert "Chaostage"

Der steirische Nationalratsabgeordnete Bernd Schönegger (ÖVP, Landesverteidungsauschuss)  spricht mittlerweile von "Chaostagen" an der Grenze. " Die Situation der Rechtlosigkeit muss beendet werden." Als "Schildbürgerstreich" und "Unsinn" bezeichnet der Grazer, dass "Teile des ortsanssässigen und ortskundigen Jägerbataillon 17 aus Straß zur EURAD-15-Übung nach Allentsteig verlegt werden". In dieser Ausnahmesituation würden die Soldaten an der Grenze benötigt.

 

Freitag, 15.24 Uhr: Fahren heute noch Busse?

Keine konkreten Angaben gibt es dazu, ob heute noch Busse nach Spielfeld kommen, um die Flüchtlinge weiterzubringen. Nachdem am Vormittag der Abtransport sehr schleppend voran ging und jene 20 Busse, die zum Weitertransport bereitgestanden waren, wieder umdrehten - konnte man angeblich aus Sicherheitsgründen keine Busse los schicken. Am Nachmittag verdichteten sich die Gerüchte, dass überhaupt keine Busse mehr fahren würden. Dann hieß es von Seiten der steirischen Landesrätin Doris Kampus, dass 20 zusätzlich Busse organisiert würden. Von anderer inoffizieller Seite hieß es, es würden keine Busse mehr fahren, da es keine  Kapazitäten in den Unterkünften gäbe.

Freitag, 15.11 Uhr: Statement der Polizei zum Durchbruch

 

Aussendung der Polizei Foto © KK

Freitag, 15.07 Uhr: "Bizarre Situation"

Kleine Zeitung-Redakteur Robert Lenhard berichtet von einer "bizarren Situation" entlang der B 67. Die Flüchtlingsgruppe ist bereits in Leibnitz und bewegt sich auf Straße und Radweg weiter in Richtung Norden. Anrainer sitzen an diesem schönen Herbsttag in ihren Gärten, vor ihren Augen bewegt sich die Gruppe weiter. Die Polizei hält sich zurück, sie versuchen nur die Gruppe entlang der B 67 zu kanalisieren.

Freitag, 14.57 Uhr: Slowenien schließt Zaunbau nicht mehr aus 

In der Flüchtlingskrise schließt Slowenien den Bau eines Grenzzauns zu Kroatien nicht mehr aus, falls Österreich und Deutschland die Grenzen schließen sollten. Das sagte Premier Miro Cerar in der Nacht auf Freitag im slowenischen Fernsehen. Unterdessen einigten sich Kroatien und Serbien auf Zugtransporte von Flüchtlingen über die Grenze. Bevor ein Projekt wie der Zaunbau erwogen wird, wolle Slowenien aber abwarten, ob es zu einer gesamteuropäischen Lösung kommt. Dabei hofft man auf den Flüchtlings-Sondergipfel am kommenden Sonntag. "Wenn wir die Hoffnung auf der europäischen Ebene verlieren, werden alle Optionen zur Verfügung stehen, denn dann sind wir uns selbst überlassen", betonte Cerar.

 

Freitag, 14.51 Uhr: Video

Markus Leodolter berichtet von der Flüchtlingskrise

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Freitag, 14.44 Uhr: Mehrere Hundert in Spielfeld

Mittlerweile befinden sich nur mehr mehrere Hundert Flüchtlinge in Spielfeld. Gerüchteweise sollen heute keine Busse mehr fahren. In Bad Radkersburg befinden sich rund 1200 Flüchtlinge in den Zelten im Stadtgraben. Unter Journalisten und Helfern vor Ort erweckt sich der subjektive Eindruck der totalen Auflösung der öffentlichen Ordnung.

Freitag, 14.42 Uhr: Neue Zelte werden aufgebaut

In Spielfeld wird ein weiteres Großzelt aufgebaut. Dieses Zelt soll ein reines Versorgungszelt sein, in dem die Essensausgabe, die medizinische Notfallversorgung und eine Koje für die Sachspenden-Ausgabe der Caritas eingerichtet werden sollen.

Eine Frau mit Nierenkolik wurde ins LKH Wagna gebracht und dehydrierte Kinder wurden ebenfalls ins Krankenhaus gebracht.

Freitag, 14.40 Uhr: 4000 Flüchtlinge kamen gestern

Rund 4000 Flüchtlinge kamen gestern in die Steiermark, heute rechnet man 5500 Flüchtlingen, auch am Wochenende wird mit Tausenden Flüchtlingen gerechnet.

Freitag, 14.29 Uhr: Taxi vor Bellaflora-Halle

Die frühere Bellaflora Halle in Feldkirchen bei Graz dient  als vorübergehende Unterkunft für Asylwerber. Auch dort warten Taxis. Wie berichtet bildete sich heute an der Grenze ein regelrechter Taxistau. Auch Taxilenker aus Wien sind an die Grenze in der Steiermark gekommen.

"Keine Taxis" ... sie warten trotzdem Foto © KK

Freitag, 14.27 Uhr:  58.700 Asylwerber in Österreich

Die Zahl der Asylwerber in Österreich steigt: Am Freitag befinden sich rund 58.700 Personen in "Grundversorgung",  die meisten davon in Wien und Niederösterreich. Kärnten erfüllte mit 3688 Schutzsuchenden die Aufnahmequote zu etwa 96 Prozent, die Steiermark mit 7850 zu knapp 94 Prozent.
Laut Büro der steirischen Soziallandesrätin Doris Kampus hat man in den letzten zwei Wochen 16 neue Quartiere mit mehr als 400 Plätzen geprüft.

Freitag, 14.15 Uhr: Keine neuen Flüchtlinge aus Šentilj

Durch das Verlassen der rund 1500 Flüchtlinge hat sich der Platz etwas geleert. Noch sind keine neuen Flüchtlinge aus Šentilj eingetroffen. Man rechnet aber mit rund 3000 Personen, die im Laufe des Tages nach Österreich marschieren.

Der Platz hat sich geleert Foto © Robert Lenhard

Freitag, 14.10 Uhr: Masse auf B 67 unterwegs

Inzwischen gibt es präzisere Zahlen: Die Stimmung unter den Flüchtlingen kippte am Freitagnachmittag - 1500 Flüchtlinge durchbrachen die Absperrung und machten sich auf den Weg in Richtung Norden. Einige haben inzwischen wieder umgedreht, die Mehrheit setzte ihren Marsch auf der B 67 jedoch fort.

Freitag, 13.51 Uhr: Bataillon aus Kärnten 

90 Soldaten vom Jägerbataillon 25 aus Klagenfurt sind seit heute an der steirischen Grenze zu Slowenien im Assistenzeinsatz. Das bestätigt Oberst Gerhard Schweiger vom Militärkommando. Und, dass Teile des Jägerbataillon 17 aus Straß bald zu einer "Eurad"-Übung nach Allentsteig (NÖ) fahren. Dies sei schon lange geplant gewesen und würde den Assistenzeinsatz nicht beeinflussen.

Indes fährt die Unteroffiziersgesellschaft Steiermark scharfe Geschütze auf: "Wie lange wartet die politische und militärstrategische Führung noch, bis wir endlich die militärischen Kräfte in der Region Spielfeld signifikant verstärken, um unseren Staatsbürgern Schutz und Hilfe zu bieten und vor allem diesen Flüchtlingsstrom in geordnete Bahnen zu lenken", fordert Präsident Othmar Wohlkönig nun in einer Aussendung. Die Bevölkerung erwarte sich eine wirkungsvolle Präsenz des Militärs. "Daher fordern wir eine sofortige, massive materielle und personelle Verstärkung der Kräfte in den Grenzräumen."

 

Freitag, 13.41 Uhr: Grenze überrannt

Innerhalb weniger Sekunden überrannten mehr als tausend Flüchtlinge die Grenze - in der Hoffnung so schneller Richtung Norden zu kommen. Schon zuvor hatte man Unruhe und Nervosität gespürt. Auch Gerüchte, dass die Flüchtlinge nicht länger warten und sich auf den Weg machen wollten, hatten ab Mittag die Runde gemacht.

Freitag, 13.33 Uhr: Taxifahrer stehen in Spielfeld Schlange

Mittlerweile haben auch Taxifahrer vom Geschäft Wind bekommen. Ein regelrechte Schlange bildete sich dort. Sogar Taxifahrer aus Wien sind in die Steiermark gekommen, um hier ihre Dienste anzubieten.

Taxis stehen Schlange für die Kundschaft, die Spielfeld so schnell wie möglich verlassen will Foto © (c) APA/ERWIN SCHERIAU (ERWIN SCHERIAU)

Der steirische Landtagsabgeordnete Mario Kunasek (FPÖ) hat bereits in einer Aussendung auf dieses "Geschäft" reagiert. Er wolle "Anzeigen gegen Taxifahrer und andere Personen, die illegale Migranten gegen Entgelt durch Österreich transportieren, einbringen", so Kunasek.

Freitag, 13.25 Uhr: Steirische Caritas kritisiert Staat

In der akuten Flüchtlingssituation ist nach Ansicht von Caritas-Direktor Franz Küberl der Staat dringend aufgerufen, seine Aufgaben wahrzunehmen: "Wenn derzeit Tausende Flüchtlinge, die von Slowenien kommen, ohne Versorgung bleiben, wird der Mangel an staatlichen Initiativen offensichtlich". Ebenso sei dieser Mangel deutlich, wenn Asylwerber, die eigentlich in Bundesbetreuung sind, von den staatlichen Stellen ständig auf Caritas und Co. verwiesen werden.

Laut Caritas-Direktor Küberl ist nun auch der Staat gefordert
Laut Caritas-Direktor Küberl ist nun auch der Staat gefordert Foto © APA/Georg Hochmuth

Freitag, 13.05 Uhr: Tausende im Anmarsch

500 Menschen befinden sich derzeit im Flüchtlingslager Sentilj, nur ein paar wenige Kilometer von der österreichischen Grenze entfernt. Für den Nachmittag wird die Neuankunft von 2500 Flüchtlingen erwartet, sagt Svonko Merc, Sprecher der Polizei in Sentilj.

Freitag, 12.50 Uhr: Viele sind am Ende ihrer Kräfte

Die nervliche Anspannung der Flüchtlinge nimmt zu: Viele von ihnen haben die (kalte) Nacht im Freien verbracht. Kein Schlaf und die Ungewissheit, wann es weiter geht, macht vielen von ihnen mittlerweile zu schaffen. Das Rote Kreuz ist im Dauereinsatz, erst vor Kurzem ist eine schwangere Frau kollabiert und musste im Rettungszelt versorgt werden. Auch die Einsätzkräfte kommen immer weiter an die Grenzen ihrer Belastbarkeit: Rotkreuzmitarbeiter, aber auch viele Polizisten sind schon seit gestern Abend, also mittlerweile gut 16 Stunden, im Einsatz.

Die psychische Belastung der Flüchtlinge ist hoch
Die psychische Belastung der Flüchtlinge ist hoch Foto © Robert Lenhard

Freitag, 12.30 Uhr: Erste Busse abgefahren

Die ersten Flüchtlinge besteigen jene Busse, die sie Richtung Norden bringen soll, vier sind es derzeit, weitere sollen folgen. Meldungen zufolge sollen vor allem fehlende Kapazitäten in den Transitquartieren diese Verzögerung verursacht haben. Außerdem pocht die Polizei auf das Einhalten der Sicherheitsmaßnahmen, sprich ruhiges Einsteigen, um niemanden zu gefährden. Neusten Angaben zufolge sollen 4000 Personen heute noch in Spielfeld ankommen.

Der erste Bus ist bereit
Der erste Bus ist bereit Foto © Robert Lenhard

Freitag, 12.00 Uhr: Bürgermeister beschwert sich

Die Stimmung im Ort Spielfeld selbst ist am Boden: Viele Menschen seien enttäuscht, sagt Bürgermeister Reinhold Höflechner (ÖVP) der Kleinen Zeitung. Kritisch sehen die Bewohner vor allem die Tatsache, dass die Behörden die Lage anscheinend nicht in den Griff bekommen und es immer wieder zu unkontrollierten Ausbrüchen komme, so der Bürgermeister.

Thomas Wieser Bürgermeister Höflechner ist besorgt
Bürgermeister Höflechner ist besorgtFoto © Thomas Wieser

Freitag, 11.50 Uhr: Caritas gibt Staat Schützenhilfe

Ohne Einsatz der Armee ließe sich die Flüchtlingskrise in Slowenien nicht bewerkstelligen. Das betonte die nationale Caritas-Koordinatorin Jan Lampe. Die Caritas sei an den Grenzen voll präsent. Sie betreibe die Zeltlager in Partnerschaft mit dem staatlichen Zivilschutz und dem Roten Kreuz.

Freitag, 11.40 Uhr: Schweden verschärft ebenfalls das Asylrecht

Die rot-grüne Regierung in Schweden hat ein parteiübergreifendes Übereinkommen in Richtung einer strengeren Asylpolitik erzielt. Gemeinsam mit den bürgerlichen Oppositionsparteien plant Schweden nun unter anderem die Einführung von befristeten Aufenthaltsbewilligungen. Außerdem sollen die geforderten Versorgungsgarantien für zuwandernde Angehörige erweitert werden. Weitere Details zu dem beschlossenen 20-Punkte-Programm wollten die involvierten Parteien im Laufe des Tages bekannt geben, berichtete die schwedische Nachrichtenagentur TT. Ausgeschlossen von der Übereinkunft waren von vorneherein die rechtspopulistischen Schwedendemokraten, denen jegliche Zuwanderung ein Dorn im Auge ist.

Freitag, 11.30 Uhr: Verteidigungsminister kritisiert Mikl-Leitner

Verteidigungsminister Gerald Klug (SPÖ) findet die Wortwahl von Innenministerin Johanna Mikl-Leitner (ÖVP) in Anbetracht der Flüchtlingskrise nicht in Ordnung: Vor dem Hintergrund der Krisenherde auf der ganzen Welt halte er die "Titulierung 'Festung Europa'" für eine "politische Fehleinschätzung", sagte Klug am Freitag. Ein Chaos an der steirisch-slowenischen Grenze in Spielfeld sieht er nicht.

Klug kritisiert Mikl-Leitner
Klug kritisiert Mikl-Leitner Foto © APA/Erwin Scheriau

Freitag, 11.20 Uhr: VGH-Präsident wundert sich über späten Einsatz des Bundesheeres

Es wundere ihn, dass Österreich offenbar keinen Notfallplan für eine Flüchtlingsbewegung wie diese hatte, sagte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs, Gerhart Holzinger. Auch hätte man zur Aufrechterhaltung der Ordnung schon viel früher und intensiver das Bundesheer einsetzen müssen. Das ändere freilich nichts daran, dass die Einsatzbereitschaft der Zivilgesellschaft und ihrer Organisationen bewunderungswürdig sei, sagte Holzinger.

Im Hinblick auf den Zustand des Heeres sagte Holzinger, man sollte "mit staatlichen Strukturen pfleglich umgehen". Wörtlich sagte der Präsident des Verfassungsgerichtshofs: "Man wird diese staatlichen Strukturen nur haben, wenn man sie in guten Zeiten, wenn die Sonne scheint, pflegt."

Zum Europäischen Aspekt der Flüchtlingskrise sagte Holzinger, "wenn eine europäische Lösung nicht funktioniert, bleibt uns nichts anderes übrig, als uns selber zu helfen." Was das konkret bedeutet, sagte Holzinger nicht. Er stellte aber klar, dass er nicht an die Schließung der Grenze meinte: "Es ist völlig klar, dass man in der derzeitigen Situation nichts anderes machen kann, als unter Aufbietung aller Kräfte die Schwierigkeiten zu meistern." Im Übrigen stimmt Holzinger den "sehr deutlichen, sehr sehr berechtigten Worten" von Landeshauptmann Hermann Schützenhöfer zu, der das Krisenmanagement hart kritisiert hatte.

Freitag, 11.05 Uhr: Tausende sollen folgen

Die Polizei gibt neue Zahlen bekannt: Von Donnerstag 7 Uhr früh bis Freitag 7 Uhr früh haben 6000 Flüchtlinge die Grenze passiert. Für heute werden noch mehrere tausend erwartet. Derzeit sind 75 Polizisten, 110 Soldaten und 20 Reservisten direkt an der Grenze im Einsatz.

Freitag, 10.50 Uhr: Tumulte in Quartieren

Viele der Flüchtlinge, die derzeit nach Österreich kommen, sind von den Strapazen der vergangenen Wochen gezeichnet: körperlich und nerlich. Die Polizei bestätigte heute Vormittag auf Anfrage der APA, dass es in der Nacht in der Unterkunft in Wagna zu Raufereien gekommen war. Die Flüchtlingsfrage heizt indes auch die Spannungen zwischen Slowenien und Kroatien weiter an: In der Nacht auf heute brachte Kroatien ohne Absprache 4000 Flüchtlinge an die slowenische Grenze. Slowenien will nun die EU-Kommission einschalten.

Freitag, 10.30 Uhr: Zustrom ebbt ab

Deutlich weniger neue Flüchtlinge als in den Vormittagsstunden kommen derzeit nach Spielfeld. Ob sich die Lage heute nochmals zuspitzen könnte, ist unklar. Laut Behörden sind Voraussagen nur sehr kurzfristig möglich. Jene Flüchtlinge, die die Nacht an der Grenze verbracht haben bzw. heute früh dorthin gekommen sind, versuchen weiterhin über den (gesperrten) Bahndamm bzw. die B 67 Richtung Norden zu gelangen. Ihr Ziel: "Germany" - wie sie selbst immer wieder bekunden.

Freitag, 10.00 Uhr: Feuerwehren im Einsatz

Die Behörden haben die Freiwilligen Feuerwehren Spielfeld und Straß alarmiert. Sie sollen die Ortseinfahrten sperren und so mithelfen, die Flüchtlinge auf der B 67 Richtung Norden zu lotsen. Indes wurde auch die Bahnstrecke Spielfeld - Sentilj laut Angaben der ÖBB wieder gesperrt, sie war seit Donnerstagnachmittag wieder offen. Aufgrund des neu einsetzenden Flüchtlingsstroms wurden die Züge wieder gestoppt.

Freitag, 9.45 Uhr: Busse drehen um

Die Lage in Spielfeld wird immer unübersichtlicher: Die Polizei versucht die neu angekommenen Flüchtlinge zur Rückkehr hinter die Grenze zu bewegen, um einen geordneten Übertritt gewährleisten zu können. Jene zehn Busse, die zum Weitertransport der Flüchtlinge bereit gestanden waren, haben indes umgedreht. Ersten Vermutungen zufolgen dürften die Behörden Tumulte gefürchtet haben, da es nicht Busse für alle Flüchtlinge gibt.

Zehn Busse stehen bereit
Zehn Busse stehen bereit Foto © Robert Lenhard

Freitag, 9.20 Uhr: Brenzlige Situation

Mindestens 600 neue Flüchtlinge sind in Spielfeld eingelangt, viele von ihnen versuchen über den Bahndamm bzw. die B 67 über die Grenze und weiter Richtung Leibnitz zu kommen. Dabei kam es auch zu einer brenzligen Situation: Die Menschen mussten vom Damm springen als ein Zug die Strecke passierte. Die Lage ist unübersichtlich, ein Polizeihubschrauber kreist über dem Ort. Mittels Megaphon werden die Menschen dazu aufgerufen, Ruhe zu bewahren. Ein Zelt für die Essensausgabe wird gerade aufgestellt.

Gefährliche Situation am Bahndamm
Gefährliche Situation am Bahndamm Foto © Robert Lenhard

Freitag, 9.00 Uhr: Menschen unterwegs

Die Polizei bestätigt, dass derzeit mehr als 1000 Flüchtlinge von Sentilj Richtung Spielfeld unterwegs sind. Sie dürften demnächst an der Grenze ankommen. Wie viele heute noch folgen bleibt unklar.

Freitag, 8.40 Uhr: Mit dem Bus Richtung Norden

Der Platz vor den Zelten ist geräumt, rund 600 Flüchtlinge warten nun auf den Weitertransport. 10 Großraumbusse stehen bereits bereit, nun fehlt nur noch das Startzeichen durch die Behörden. Die Lage ist derzeit ruhig, derzeit kommen keine neuen Flüchtlinge an der Grenze an. Fast gänzlich zum Erliegen ist indes die Zollabfertigung gekommen: Lkw fahren durch, nur hin und wieder stoppen einzelne Lenker und gehen zu Fuß zur Verzollungsstation. 

Freitag, 8.20 Uhr: Dolmetscher von der Caritas

Ein Team der Caritas ist eingetroffen, das bis auf Weiteres ständig in Spielfeld stationiert bleibt. Darunter sind auch Dolmetscher, was den Kontakt mit den Flüchtlingen erleichtert. Das Rote Kreuz hat die ganze Nacht die Menschen mit Tee und Decken versorgt. Ab nun übernimmt der RK-Landesverband die Leitung, das Rote Kreuz Leibnitz ist an seine Kapazitätsgrenzen gelangt. Trotz des massiven Einsatzes sei die Versorgung der steirischen Bevölkerung auf keinen Fall eingeschränkt, betont man beim Roten Kreuz. In der Nacht waren an der kroatisch-slowenischen Grenze rund 4000 Menschen abgesetzt worden, sie und weitere werden heute noch an der österreichischen Grenze erwartet.

Freitag, 7.30 Uhr: Sonnenaufgang am Lagerplatz

Die Menschen, die die Nacht in Decken und Alufolien gehüllt im Freien verbracht haben, erwachen. Die Müllabfuhr ist im Einsatz, um die Abfälle zu entsorgen. Überall brennen noch Lagerfeuer. Die Grenze ist durch eine Fahrzeugbarrikade des Bundesheeres gesichert. Ein Flüchtling aus Aleppo berichtet, er warte schon seit drei Tagen auf den Weitertransport.

Ende einer langen, kalten Nacht
Ende einer langen, kalten Nacht Foto © Robert Lenhard

Freitag, 7.00 Uhr: Minister Kurz spricht sich für Zäune aus

Im Vorfeld der hochrangigen Syrien-Konferenz in Wien hat Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) für einen wirksamen Grenzschutz an den EU-Außengrenzen plädiert. Zäune können funktionieren, sagte er am Freitag im Ö1-Radio unter Verweis auf die bulgarisch-türkische und die spanische Grenze. In der Bewältigung der Flüchtlingskrise solle sich Europa nicht von der Türkei abhängig machen.

Die Aussage, dass Zäune nicht funktionieren, ist "schlich und ergreifend falsch", sagte Kurz unter Verweis auf die Grenze zwischen der Türkei und Bulgarien. Auch in Spanien hätten die Flüchtlingsströme nachgelassen nach der Errichtung eines Zaunes. "Die Frage ist, will man es tun oder nicht."

Freitag, 6.30 Uhr: 1500 warten auf Weitertransport

Die klare Nacht und die damit einhergehende Kälte machen allen zu schaffen. 1500 Menschen mussten versorgt werden, sie sollen erst heute weiterreisen. Rund 600 von ihnen verbrachten die Nacht in einer beheizten Turnhalle in Wagna. Bei der Einsatzleitung betont man, dass es sich dabei um eine Notmaßnahme gehandelt habe, es seien dort keine ständigen Übernachtungen geplant. Offensichtlich haben sich viele Flüchtlinge in den Abendstunden entschieden, auf der slowenischen Seite zu verbleiben. In Radkersburg blieben die Plätze leer.

 

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