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    Zuletzt aktualisiert: 15.01.2013 um 18:48 UhrKommentare

    Kampf um Labore für Pharmazeuten

    Explodierende Hörerzahlen im Uni-Fach Pharmazie führen zu langen Wartezeiten für Laborplätze. Geht es nach der Politik, wird die Situation sogar noch schlimmer werden.

    Die Uni schlägt Alarm: Explodierende Anfängerzahlen im Fach Pharmazie führen zu langen Wartezeiten für Laborplätze

    Foto © AP | SujetbildDie Uni schlägt Alarm: Explodierende Anfängerzahlen im Fach Pharmazie führen zu langen Wartezeiten für Laborplätze

    Laborplätze für maximal 120 Leute, Anfängerzahlen knapp an die 400. Das kann auf Dauer nicht funktionieren - und an der Pharmazie an der Universität Graz ist dieser Punkt bereits erreicht. Studierende, die im Vorjahr begonnen haben, müssen bereits ein Jahr warten - und fallen damit etwa aus der Familienbeihilfe hinaus.

    An der Uni Graz schrillen die Alarmglocken. "Zwei neue Professoren werden berufen, aber das ist alles nur ein Tropfen auf den heißen Stein", sagt Rektorin Christa Neuper. Denn die Politik will diese hohen Anfängerzahlen künftig gesetzlich vorschreiben. "Zwar ist diese Kapazitätsfestlegung an sich eine gute Sache, aber man muss uns dann auch die finanzielle Abdeckung dafür zugestehen", sagt Neuper. Die Politik hat aber die Zahlen nicht nach den Kapazitäten festgelegt, sondern nach den Inskribentenzahlen des Jahres 2011. Und da hat besonders das Fach Pharmazie Pech, denn es ist von 100 Anfängern 2005 auf knapp 400 explodiert - viele davon dürften Pharmazie als "Ausweichstudium" für Medizin nutzen, wo es ja eine Aufnahmeprüfung gibt.

    Engpässe durch Renovierung

    Zusätzlich sorgt jetzt die Renovierung der Chemie für Engpässe - zahlreiche Laborübungen sind derzeit an die TU Graz ausgelagert. Aber selbst nach der Renovierung wird nicht mehr Platz zur Verfügung stehen. Im Gegenteil: Auch die anderen laborintensiven Fächer wie Biologie, Chemie und Mikrobiologie boomen; Platz für zusätzliche Labore gibt es keinen. Die Wunschzahl der Uni wären 100 Studienanfänger pro Jahr in Pharmazie. Dann könne man den bestehenden Überhang abbauen.

    Damit muss sich derzeit Studien-Vizerektor Martin Polaschek herumschlagen. "Wir sind in Kontakt mit der Hochschülerschaft." Michael Rothe, Studienrichtungsvertreter der Pharmazie, fordert deshalb auch eine - zumindest temporäre - Aufnahmebeschränkung. "Der Status quo erlaubt momentan nur Studierenden, die es sich leisten können, ihr Studium adäquat abzuschließen", sagt Rothe.

    In den nächsten Wochen soll es zu einem "Runden Tisch Pharmazie" kommen, sagt Polaschek. Geladen sind neben der Universitätsleitung, den Studienplan-Verantwortlichen und den Studierenden auch die Apothekerkammern von Steiermark und Kärnten. Diskutiert werden soll unter anderem, ob das Studium anders aufgebaut werden kann.

    NORBERT SWOBODA

    Kommentar

    NORBERT SWOBODAPlanwirtschaft von NORBERT SWOBODA

    Uni-Einschreibung ist heuer früher

    GRAZ/LEOBEN. Für alle, die sich jetzt zum Sommersemester in eine Universität einschreiben wollen (Erstinskription), endet bereits am 5. Februar die Frist. Eine spätere Anmeldung ist nur in Ausnahmefällen möglich. Ausnahmefälle sind etwa, wenn man das Aufnahmeverfahren oder die Studieneingangsphase in einem anderen Fach nicht geschafft hat. Für die Forsetzungs-Inskription gilt weiterhin die Nachfrist mit 30. April. Eigene Termine gibt es bei jenen Studien, wo es verpflichtende Aufnahmsprüfungen gibt (z. B. Medizin).

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