Bezirks- und Gemeindesuche
Steirer am Freitag in die Heimat überstellt
Der nach einer Amok-Fahrt in Slowenien verletzte Deutschlandsberger, wird in eine psychiatrische Anstalt in der Steiermark verlegt. Der Österreicher hatte bei dem Unfall Kopfverletzungen mit kleineren Gehirnblutungen erlitten.

Foto © FEUERWEHR GARS JESENICE/APA
JESENICE, DEUTSCHLANDSBERG. Einen Tag nach der folgenschweren Amokfahrt eines Deutschlandsbergers über die slowenische Autobahn A2, bei der zwei Polizisten und der Amokfahrer selbst schwer verletzt und zwei Polizeihunde getötet wurden (wir berichteten), liefen am Freitag die Ermittlungen der slowenischen Polizei auf Hochtouren.
"Der Österreicher ist bereits einvernommen worden", berichtet Polizeisprecher Bostjan Glavic in Kranj. Nähere Angaben wollte er nicht machen - auch nicht, ob eine psychische Krankheit zu der dramatischen Fahrt geführt haben könnte. Der 29-Jährige soll deshalb seit Jahren in Frühpension sein.
Mittlerweile wird der Deutschlandsberger auf seine Überstellung in die Heimat vorbereitet, war am Freitag aus dem Krankenhaus von Jesenice zu erfahren. Er soll in eine psychiatrische Klinik gebracht werden. "Er war schon zuvor in einer psychiatrischen Anstalt untergebracht und behandelt worden. Dorthin wird er auch überstellt werden", so der Leiter der Traumatologie, Matej Andoljsek. Mit der Überstellung wird Slowenien wahrscheinlich auch das Strafverfahren an Österreich abtreten. Die Staatsanwaltschaft von Kranj hat bisher keinen Haftbefehl erlassen.
Warum ein psychisch Kranker überhaupt einen Führerschein haben kann, kann Deutschlandsbergs Bezirkshauptmann Helmut Theobald Müller erklären: "Nur bei einem begründeten Verdacht kann die Behörde ein Verfahren zur Überprüfung der Fahrtauglichkeit einleiten. Ärzte melden Erkrankungen selten, wegen ihrer Schweigepflicht." Sobald der Akt aus Slowenien übermittelt sei, "werden wir die Untersuchung sehr konsequent durchführen".



















