Bezirks- und Gemeindesuche
Neuschnee legt sich über Sorgenfalten
Aufatmen in den Skigebieten: Nach Wärmeeinbruch vor Weihnachten hat Neuschnee jetzt eine ferientaugliche Winteridylle auf die Pisten gezaubert.

Foto © Reuters
Das zufriedene Lachen ist zurück. Nach dem föhnbedingten Warmlufteinbruch samt teilweisem Regen vor Weihnachten, haben fast flächendeckende Schneefälle in den vergangenen 48 Stunden die Laune bei den steirischen Skiliftbetreibern wieder in ein stabiles Hoch gedreht.
Über eine "Punktlandung" in Sachen Neuschnee freut sich etwa Karl Fussi, Geschäftsführer der Kreischberg-Bahnen im oberen Murtal. 30 Zentimeter frischer Pulverschnee haben in den vergangenen beiden Tagen eine perfekte Winterkulisse geschaffen. Eine Notwendigkeit für eine künstliche Beschneiung sieht Fussi derzeit selbst rund um die Talstation nicht. 40 Zentimeter Neuschnee lassen auch Lydia Plank, Geschäftsführerin der Grebenzen-Lifte, über "super traumhafte" Bedingungen jubeln. Ähnliches hört man vom Präbichl ("Schönes Winterwunderland"), am Niederalpl ("Beste Bedingungen mit 15 Zentimeter Neuschnee") und auf der Hebalm, wo lediglich die Langlaufloipen wegen zu wenig Schnee und zu weichem Boden noch nicht zum Befahren freigegeben wurden.
Fakten
105 Euro geben Steiermark-Urlauber durchschnittlich pro Kopf und Tag (inklusive Anreise) aus. Es ist laut Gästebefragungen neben der Gastfreundschaft auch das Preis-Leistungs-Verhältnis, das die Treue der Urlaubsgäste befeuert. 78 Prozent sind "Wiederholungstäter" und kommen mehrmals.
55 Prozent der Urlauber geben die Berge als Hauptmotiv für den Winterurlaub in der Steiermark an. Rund die Hälfte der Gäste nützt die Alpinkulisse zum Skifahren beziehungsweise Snowboarden.
2 bis 4 Wochen vor Urlaubsantritt fällt bei 14 Prozent der Urlauber die Reiseentscheidung. Ebenso groß ist der Anteil jener, die bereits ein halbes Jahr vor Reiseantritt buchen beziehungsweise jener, die sich für einen Spontanbesuch entscheiden. Acht Prozent entschieden eine Woche vor Abfahrt.
Im Ennstal geht man nach den jüngsten Schneefällen entspannt in die bevorstehende zweite Ferienwoche. "Wir kommen locker durch", sagt Bernhard Schupfer, Pistenchef am Schladminger WM-Skiberg Planai. Im Hinblick auf die Weltmeisterschaft Anfang Februar nützt man aber jede Möglichkeit, um die Kunstschnee-Depots aufzufüllen. Sobald die Temperatur unter die Null-Grad-Grenze sinkt, kann man bei entsprechend niedriger Luftfeuchtigkeit die Schneekanonen aktivieren, ist die Luftfeuchtigkeit höher, braucht man zumindest minus drei Grad.
Schneefall ab Mittwoch
Auf künstliche Pistenbeschneiung gänzlich verzichtet wird dagegen auf der Planneralm. Eine gute Unterlage durch die frühen Niederschläge, bis zu 20 Zentimeter Neuschnee in den letzten Tagen und die Aussicht auf stärkere Schneefälle ab Mitte kommender Woche haben die Sorgenfalten allerdings planiert. Das Gelände abseits der Pisten bleibt aber noch gesperrt.






















