Bezirks- und Gemeindesuche
"Wir haben ein Verbotsproblem"

Foto © Jürgen FuchsRobert Siegert
Im vergangenen Jahr gaben die Österreicher zu Silvester rund zehn Millionen Euro für Feuerwerkskörper aus. Wie läuft das Geschäft heuer?
ROBERT SIEGERT: Wir rechnen auf Basis von Zahlen aus dem Großhandel mit einer leichten Steigerung. Auch für 2013.
Die Krisen scheint das Geschäft nicht zu trüben?
SIEGERT: Der angespannten wirtschaftlichen Lage stehen deutliche Vergünstigungen bei den Produkten gegenüber. So gleicht es sich wieder aus.
Wie hoch ist der Schwarzmarktanteil durch illegale Importe?
SIEGERT: Das lässt sich nicht quantifizieren. Neben den professionellen illegalen Quellen gibt es vor allem in grenznahen Gebieten auch den individuellen Import. Die Umfahrungsstraßen sind also mehrfach schattiert. Auch bei den Fälschungen: Manche versuchen einen Zertifizierung auf der Verpackung vorzutäuschen, andere verzichten selbst darauf.
Wie gefährlich sind diese illegalen Produkte?
SIEGERT: Die Gefahr ist unabschätzbar, weil Kontrollen über Inhaltsstoffe fehlen.
Ist es nicht absurd, dass in feinstaubbelasteten Gebieten und trotz Feuerwerksverbot in Ortsgebieten, Raketen dort überhaupt verkauft werden?
SIEGERT: Wir haben generell ein großes gesellschaftliches Verbotsproblem, weil die Verbote eigentlich von allen gebrochen werden. Die Strafen sind zwar erhöht worden und haben Zähne, beißen aber vor allem die Gewerbetreibenden, während sie in der breiten Masse wirkungslos, weil nicht kontrollierbar bleiben.
INTERVIEW: KLAUS HÖFLER






















