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Reininghaus-Gründe: Nun kommt die Umwidmung
Bereits nächste Woche soll die Umwidmung der Gewerbe- in Wohnbauflächen beschlossen werden. Stadt Graz kann 154.000 Quadratmeter des Areals für öffentlichen Raum wie Parkanlagen nutzen.

Foto © Bauer"Plan B" für die Reininghausgründe
Erstaunlich einmütig haben die wahlkämpfenden Grazer Rathaus-Parteien am Mittwoch einen "Plan B" für das Stadtentwicklungsprojekt Reininghaus ("Neustadt") vorgelegt. Demnach wird die Stadt Teile des etwa 52 Hektar Areals im Westen umwidmen und den Aufwertungsgewinn in Form von Infrastruktur- und Parkflächen sowie nach einem Schlüssel in einen Infrastrukturtopf vom Eigentümer refundiert bekommen.
Flächenwidmungsplanänderung
Bürgermeister Siegfried Nagl (V), der mit dem Plan, die Gründe selbst zu kaufen und zu entwickeln, in einer Bürgerbefragung im Sommer Schiffbruch erlitten hatte, zeigte sich zufrieden, dass das Projekt "nicht dem Klein-Klein der Politik im Wahlkampf ausgeliefert worden ist." Der von der großen Mehrheit getragene, möglicherweise sogar einstimmige Beschluss, mit einem Deal über die Flächenwidmungsplanänderung ins Geschäft zu kommen, das Risiko mit Eigentümer Asset One zu teilen und trotzdem die Einflussmöglichkeit auf die Gesamtentwicklung zu wahren, soll im März umgesetzt werden. Binnen der kommenden Jahre sollen dann Gesamtinvestitionen von 900 Millionen Euro getätigt werden und Wohnungen für 12.000 Menschen plus 10.000 Arbeitsplätze entstehen.
Für die Umwidmung von Gewerbe- in Wohngebiet bekommt die Stadt 154.000 Quadratmeter an Flächen für Verkehrsinfrastruktur und Grünraum, dazu kommt ein Infrastrukturkostenbeitrag, der sich an der bewilligten Bruttogeschoßfläche orientiert und 15 bis 20 Millionen Euro in einen Topf für Baukultur und Nachhaltigkeit spülen soll. Über diese Vereinbarungen gibt es vorerst einen "Letter of intent". Auch Wohnbaugenossenschaften seien schon an Bord. Vizebürgermeisterin Lisa Rücker (G) betonte, dass so die Verkehrserschließung u.a. für Öffis und die soziale Begleitung der Stadtteilentwicklung sichergestellt sei. Abg. Gerald Grosz (B) legte Augenmerk auf die Bürgerbeteiligung auch bei Bebauungsplan und Verkehrsinfrastruktur, Wohnungsstadträtin Elke Kahr (K) war es wichtig, dass auch der kommunale Wohnbau berücksichtigt wird. Auch die SPÖ zieht mit, wie Nagl sagte.
"Das Projekt wird in gewisser Form in die Zielgerade gepresst", beschrieb Bernhard Astner, Vorstand der Asset One, das Übereinkommen. Darüber, was man sich selbst an Gewinn aus dem Deal erwarte, wollte er nichts sagen. Der von der Bevölkerung verworfene "Plan A" war von einem Kaufpreis durch die Stadt in der Höhe von rund 80 Millionen Euro ausgegangen, laut Nagl beträgt der Aufwertungsgewinn rechnerisch rund 25 Millionen Euro.






















