Bezirks- und Gemeindesuche
Prinzhorn sperrt Frohnleiten zu: 100 Jobs weg
Die Papierfabrik in Frohnleiten wird im April 2013 geschlossen. Überkapazitäten in der Branche sollen schuld sein. 100 Arbeiter verlieren ihre Jobs. Ihnen soll ein Sozialplan mit einer Arbeitsstiftung angeboten werden.

Foto © APADas Werk in Frohleiten
Das kalte, trübe Wetter zeichnet den passenden Rahmen vor, die im Inneren der in die Jahre gekommenen Fabriksgebäude präsentierten Inhalte wissen niemanden zu erwärmen. "Ja, wir müssen die Papierfabrik in Frohnleiten schließen", erklärt Cord Prinzhorn, Finanzvorstand der Prinzhorn Holding, unverblümt.
Am Dienstag erfahren die hundert Mitarbeiter des traditionsreichen Werkes (früher von Bauernfeind und Mondi betrieben) von der schlechten Nachricht. Die Erste von zwei Maschinen ist bereits abgeschaltet, die Zweite folgt im April 2013. Und damit nicht einmal drei Jahre nach der Übernahme der Papierfabrik durch Hamburger Containerboard, einem Unternehmen der Prinzhorn Holding. Man sei trotz Investitionen und neuen Produkten "nicht innovativ genug gewesen", sagt Prinzhorn. Die beim Einstieg angedachten Synergieeffekte mit dem Werk im niederösterreichischen Pitten kamen nicht wirklich zum Tragen, auch die erhoffte Flexibilisierung des Produktportfolios funktionierte nicht. Die Auftragslage wurde zunehmend schlechter.
Im letzten Jahr (Oktober 2011 bis Oktober 2012) schrieb man in Frohnleiten 2,5 Millionen Euro Verlust - als Hauptgrund führen die Betreiber des Werkes eine verschärfte Wettbewerbssituation, bedingt durch Überkapazitäten auf den europäischen Märkten, an. Das kleine Werk in Frohnleiten (jährliche Produktion: 170.000 Tonnen) kann vor allem mit den geplanten, großen Mitbewerbern in Polen und Großbritannien (Kapazitäten rund 900.000 Tonnen pro Jahr), nicht mithalten.
Sozialplan für Mitarbeiter
Den Mitarbeitern des Spezialisten für braune Wellen- und Deckenpapiere wird jetzt ein Sozialplan mit einer Arbeitsstiftung angeboten. Gemeinsam mit dem Betriebsrat feilen die Eigentümer an deren Umsetzung. "Wir wollen für die verdienten Mitarbeiter die Folgen der Werksschließung so gut wie möglich abfangen", heißt es von Harald Ganster, Geschäftsführer von Hamburger.






















