Bezirks- und Gemeindesuche
Kaum noch Hoffnung für vermissten Tschechen
Bis zu 70 Zentimeter hoch liegt der Schnee in dem Gebiet, in dem der seit Samstag vermisste Mann vermutet wird. Bei Temperaturen von minus zehn Grad Celsius könne er nur noch mit bester Ausrüstung am Leben sein.

Foto © APASujetbild
Der 65-jährige Tscheche, der seit Samstag in den Schladminger Berger vermisst wird, dürfte nur noch geringe Überlebenschancen haben. Bis zu 70 Zentimeter hoch liege laut Polizei der Schnee im fraglichen Gebiet. Bei Temperaturen von minus zehn Grad Celsius könne der Wanderer nur noch mit bester Ausrüstung am Leben sein. Am Dienstag legten die Einsatzkräfte alternative Abstiegsrouten fest, die der Mann gewählt haben könnte. Diese sollen nun abgesucht werden. Suchflüge wurden ebenfalls ins Auge gefasst.
Seit Sonntag waren bis zu 50 Helfer von der Bergrettung und der Alpinpolizei in den Schladminger Tauern im Einsatz, um das weitläufige Gebiet rund um die Wasserfallspitze (2.507 Meter Seehöhe) abzusuchen. Sie dürfte am Samstag das Ziel des Tschechen gewesen sein. Sein Wagen wurde am Sonntag verschneit nahe der Weißen Wand gefunden. Die Behörden wurden vom Sohn des Vermissten alarmiert, der in Australien vergeblich auf einen Anruf seines Vaters gewartet hatte. Der 65-Jährige war nicht in seine Unterkunft zurückgekehrt.
Die Witterungsverhältnisse seien sowohl für eine Suchaktion als auch für ein Übernachten im Freien äußerst widrig. Große Hoffnung, den Wanderer noch lebend zu finden, dürfe man sich laut Polizei nicht machen. Erst am Mittwoch könnten Suchkräfte wieder zu Fuß das bis dahin eingegrenzte Gebiet durchkämmen.



















