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Zuletzt aktualisiert: 30.10.2012 um 07:08 UhrKommentare

Schwierige Bergung bei Unfall mit Gefahrengut

Ein Sattelschlepper mit gefährlichen Gütern kam bei Mandling von der Straße ab und stürzte in den Straßengraben. Am Unfallort wurde auch eine Gleisanlage beschädigt. Die Ennstalbundesstraße musste gesperrt werden.

Die Fracht des Sattelschleppers

Foto © BFV LIEZEN / SchlüßlmayrDie Fracht des Sattelschleppers

Relativ glimpflich ausgegangen ist am Dienstag in der Früh ein Unfall eines mit Gefahrengütern beladenen Lkw in der Obersteiermark nahe der Landesgrenze zu Salzburg: Das Fahrzeug stürzte in den Straßengraben und beschädigte auch die dortige Gleisanlage der ÖBB. Da vorerst nicht klar war, ob gefährliche Stoffe aus ihren Behältnissen entwichen waren, sperrten Feuerwehr und Polizei die Unfallstelle im Umkreis von rund 300 Meter ab. Nach dem Einsatz von Spezialisten konnte aber Entwarnung gegeben werden. Der verletzte Lenker wurde nach Schladming ins Spital gebracht. Seine 22-jährige Beifahrerin wurde nicht verletzt.

Das Schwerfahrzeug war gegen 3.50 Uhr aus unbekannter Ursache in den Graben der Ennstalbundesstraße (B320) auf Höhe der Ortschaft Pichl gestürzt. Der verletzte Fahrer konnte noch selbst aus dem Führerhaus klettern und die Einsatzkräfte alarmieren. Er wurde vom Roten Kreuz ins Diakonissenkrankenhaus Schladming eingeliefert. Was erst wie ein gewöhnlicher Unfall aussah, löste dann umfassende Maßnahmen aus: Die Polizisten entnahm erst den Frachtpapieren, dass der Sattelschlepper gefährliche Fracht geladen hatte, da der auf der Seite liegende Transporter außen keine Gefahrgutkennzeichnung hatte: 80 Liter Wasserstoffperoxid, 30 Liter Phosphorsäurelösung und 60 Liter ätzende alkalische Lösung waren an Bord.

Sicherheitsbereich

Sofort richteten die Feuerwehren Mandling-Pichl, Schladming und Liezen einen Sicherheitsbereich von 300 Metern rund um den Lkw ein. In den Sperrbereich fielen auch die Ennstalbundesstraße und die ÖBB-Strecke zwischen Schladming und Radstadt, wie Feuerwehr und Landespolizeikommando gegenüber der APA mitteilten. Der Gefährliche-Stoffe-Stützpunkt in Liezen wurde alarmiert. Nach Erkunden durch die Spezialisten atmete man bei der Einsatzleitung auf: Alle Behältnisse waren dicht. Nach der Bergung der Gebinde wurde die Sperre nach rund einer Stunde wieder aufgehoben und der Straßenverkehr wechselseitig geführt.

In den Frühstunden war allerdings noch einmal eine Totalsperre der B320 notwendig, so die Bezirksleitung der Feuerwehr Liezen: Die Bergung von Zugmaschine und Sattelaufleger durch einen speziellen Autokran nahm einige Zeit in Anspruch. Eine lokale Umleitung ist wegen der Enge des Tales an dieser Stelle nicht möglich.

Im Einsatz waren: FF Mandling-Pichl, FF Schladming, FF Liezen, BFV Liezen, Rotes Kreuz Schladming, Polizei und Bergeunternehmen.


Foto

Foto © BFV LIEZEN / Schlüßlmayr

Bild vergrößernDer Lkw stürzte in den StraßengrabenFoto © BFV LIEZEN / Schlüßlmayr

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