Bezirks- und Gemeindesuche
Rohrbruch sorgte für Stau
Zweimal gingen am Montag Wasserrohre zu Bruch. Hunderte Grazer mussten tagsüber ohne Leitungswasser auskommen, die Karl-Morre-Straße war teilweise gesperrt. Die Gründe für die Rohrbrüche: Baustellen, Korrosion und Alterserscheinungen.

Foto © XpressEin Wasserrohr musste in der Plüddemanngasse getauscht werden
Stolze 855 Kilometer lang ist das Wasserleitungsnetz in Graz - da kann schon einmal etwas kaputtgehen. Am Montag gingen die Rohre gleich zweimal zu Bruch: einmal in der Plüddemanngasse, einmal in der Karl-Morre-Straße. Die Folge: Dutzende Haushalte, zwei Supermärkte und ein kleines Einkaufszentrum mussten tagsüber ohne Wasser aus der Leitung auskommen und der Verkehr wurde bei den Reparaturarbeiten erheblich behindert. Die Karl-Morre-Straße musste halbseitig sogar gesperrt werden.
Für die Mitarbeiter der Holding Graz ist das aber beinahe schon Routine. Mehr als 70 Mal pro Jahr müssen sie im Schnitt ausrücken und gebrochene Rohre wieder zusammenflicken. "Aber zum Glück in den meisten Fällen nur Nebenleitungen", sagt Gerald Pichler, Sprecher der Holding Graz. Denn wenn es einmal die Hauptwasserleitung trifft, dann gibt es eine ordentliche Überschwemmung - so wie im Vorjahr im September am Schönaugürtel.
Leitungen aus den 1950ern
Die Gründe für die Rohrbrüche: Baustellen, Korrosion und Alterserscheinungen. Das Leitungsnetz stammt teilweise aus den 1950er-Jahren oder noch früher. "Das Rohrstück, das gestern in der Plüddemanngasse gebrochen ist, ist aus dem Jahr 1953", so Pichler. 70 Brüche pro Jahr, ist das nicht zu viel? "Nein, wir liegen international im Durchschnitt", sagt er.
Die Betroffenen lässt die Holding Graz übrigens nicht im Trockenen sitzen. Pichler: "Wenn wir eine Schadensmeldung erhalten, verteilen wir sofort Flugblätter und bringen den Leuten auch Wasserpäckchen, damit sie versorgt sind."




















