Bezirks- und Gemeindesuche
Mit Machete in der Nacht ein Wettcafé überfallen
Maskierter Räuber schickte harmlosen Mittäter vor, damit Kellnerin die Tür öffnete. Dann stürmte er mit der Waffe ins Lokal und raubte Geld.

Foto © Polizei
Es geschah Mittwoch kurz vor ein Uhr früh, als sich nur noch die Kellnerin und ein 61-jähriger Gast in dem Wettcafé in Judenburg, Ziehrergasse, aufhielten. Aus Sicherheitsgründen war die Eingangstür, wie nachts üblich, versperrt. Der vermeintliche Kunde - ein 16 bis 18 Jahre junger Mann, klein, schlank und solariengebräunt - läutete deshalb. Und die 31-jährige Kellnerin sperrte die Tür auf und führte mit dem ungefährlich wirkenden jungen Mann ein kurzes Gespräch.
Lockvogel
Was sie nicht wissen konnte: Der jugendliche Gast war nur ein Lockvogel, denn noch während des Gesprächs stürmte plötzlich ein maskierter und bewaffneter Mann in das Wettcafé. "Laut Kellnerin hatte er eine Machete in der Hand, laut dem 61-jährigen Gast ein großes Fleischermesser", berichtet Wolfgang Ofner von der Raubgruppe des Landeskriminalamtes, die kurz nach dem Überfall bereits die Ermittlungen aufnahm. Fest steht jedoch, bestätigt durch die Fotos aus der Überwachungskamera: "Die Waffe war gewaltig, sicher an die 50 Zentimeter lang."
Damit bedrohte der Täter, der mit einer großen Sonnenbrille, einem Tuch und einem Kapuzenpullover maskiert war und auf 20 bis 30 Jahre alt geschätzt wird, die Kellnerin. "Geld her!" Geschockt übergab die Frau dem Räuber eine Kellnerbrieftasche mit Bargeld. Im selben Moment bemerkte der Räuber den Gast, der im Durchgang zum Automatenspielraum stand. Auch ihn bedrohte er mit der Machete, auch von ihm verlangte er Geld. Doch der 61-Jährige hatte nur noch eine leere Geldbörse, woraufhin der Täter aus dem Wettcafé rannte und in Richtung Schlossergasse floh. Jetzt hofft die Polizei (Tel. 059133 60-3333) auf zweckdienliche Hinweise aus der Bevölkerung. Es war bereits der zweite Überfall auf besagtes Wettcafé. Auch der Raub vom Vorjahr ist derzeit noch ungeklärt.






















