Springe zu: Inhalt | Hauptnavigation | Seitenleiste | Fußzeile
25. Mai 2013 14:13 Uhr | Als Startseite
Neu registrieren

Bezirks- und Gemeindesuche

Bad Aussee: Neues LKH mit umstrittener Chirurgie eröffnet "Angst muss man immer haben" Voriger Artikel Aktuelle Artikel: Steiermark Nächster Artikel Bad Aussee: Neues LKH mit umstrittener Chirurgie eröffnet "Angst muss man immer haben"
Zuletzt aktualisiert: 21.10.2012 um 06:34 UhrKommentare

Wenn Wandern zur Gefahr wird

Wanderbare Steiermark: Immer mehr Menschen stürmen gerade im Herbst die Berge. Doch viele unterschätzen sie: Nur wer fit und gut vorbereitet ist, soll den Rucksack packen.

Foto © Netzer Johannes | Fotolia

Wandern, Klettern und Mountainbiken gibt immer mehr Steirern Berge. Doch nicht alle kommen wieder heil herunter: Erst vergangene Woche zog sich ein 45-Jähriger Schulterverletzungen beim Abstieg von der Kotzalm zu, sein Vater (68) eine Nasenverletzung. In der Bärenschützklamm gab es dieses Jahr schon zwei Tote.

311 tödliche Bergunfälle verzeichnete der Alpenverein im vergangenen Jahr in Österreich. Zum Vergleich: Auf Österreichs Straße kamen zur gleichen Zeit 523 Menschen ums Leben.

Doch nicht Hoch- oder Skitouren und Klettern sind besonders gefährlich, sondern "normale" Wanderungen: 111 Menschen kamen laut Alpinpolizei 2011 beim Wandern oder Bergsteigen ums Leben. Die Steiermark belegt mit neun Toten ex aequo mit Ober- und Niederösterreich Platz vier. An erster Stelle liegt Tirol mit 47 Todesopfern, an zweiter Salzburg mit 20 und an dritter Kärnten mit zehn Toten.

Überschätzen

Während früher meist falsche Ausrüstung zum Tod am Berg führte, sind es nun oft die mangelnde Erfahrung oder das Überschätzen der eigenen Kräfte. Ausrutscher und Stürze sind die Folge. "Wir beobachten, dass viele ein Pauschalangebot buchen und sich nicht mehr selbst auf die Tour vorbereiten", berichtet Norbert Hafner, Vorsitzender des Alpenvereins Landesverband Steiermark. Doch gerade am Berg sei Eigenverantwortung unumgänglich. Außerdem würden oft veraltete Informationen aus dem Internet verwendet. Der Experte: "Eine gute Planung, die richtige Ausrüstung, entsprechende Kondition und das Verfolgen des Wetters sind unumgänglich."

Doch immer wieder trifft man zwischen Dachstein, Zirbitzkogel, Hochschwab und Schneealpe unerfahrene und erschöpfte Wanderer. Hinzu kommt, dass oft widrige Verhältnisse wie Regen, Schnee, Kälte, massive Sonneneinstrahlung oder Wind die Tour noch kräfteraubender machen. Hafner: "Wenn man sich überanstrengt hat, muss man unbedingt pausieren und etwas trinken." Im Notfall müssen Wanderer auch Hilfe holen: "Vor allem, wenn man sich verirrt hat, soll man sofort einen Notruf absetzen."

Licht und Schatten

Während generell 15 Prozent aller Unfälle mit tödlichem Ausgang auf Herz-Kreislauf-Versagen zurückzuführen sind, liegt internationalen Erhebungen zufolge dieser Anteil unter Wanderern bei 30 Prozent, also doppelt so hoch: Bei jedem dritten Wandertoten spielt das Herz plötzlich nicht mehr mit. Laut Alpenverein zählen dabei "sportlich nicht regelmäßig aktive Männer über 35" zur Hauptrisikogruppe: Zwei Drittel der Verunfallten sind älter als 40 Jahre, die meisten Unfälle passieren in der Altersgruppe 50 bis 59 Jahre.

Doch wo Schatten, da auch Licht: Wandern ist gesund, da es kreislaufregulierend sowie positiv auf Blutzucker und -fette wirkt. Für viele ist es eine Auszeit vom stressigen Berufsalltag.

Die steirischen Berge haben zuletzt nicht nur die Steirer wiederentdeckt, sondern auch die Urlauber: So haben im Vorjahr 60 Prozent aller Sommerurlauber angegeben, in Österreich zu wandern. In der Steiermark lag dieser Prozentsatz bei 53,18. 14 Prozent gingen bergsteigen, fünf Prozent klettern.

MONIKA SCHACHNER

Steigern und Pausen

Am besten beginnt man Bergwanderungen langsam, um die Muskeln aufzuwärmen. Im flachen Gelände kann man einen flotteren Schritt wählen - Faustformel: drei Kilometer pro Stunden. Für steile und schwierige Passagen ist ein langsameres Tempo angemessen - Faustformel: 300 Höhenmeter pro Stunde. Im Laufe der Wandersaison lässt sich das Tempo steigern. Pausen müssen aber jedenfalls eingeplant werden.

Hoch, höher, am Gipfel

Die Zeit zählt am Berg zu den wichtigsten Dingen: So sollen Bergsteiger mit leichten Touren in tieferen Lagen starten. Erst später im Jahr sollen anspruchsvolle Routen gewählt werden.

Wenn für den Nachmittag Gewitter prognostiziert werden, sind Wanderungen möglich. Doch man muss früh aufbrechen.

Schwächster bestimmt

Schon aus Sicherheitsgründen ist es ratsam, nicht alleine am Berg unterwegs zu sein. Das Tempo gibt der Schwächste vor, denn Überforderung steigert die Unfallgefahr immens. Eine weitere Möglichkeit ist, in Rufweite den Berg zu erklimmen: Jeder kann dabei sein Tempo wählen.

Ein Mal pro Stunde soll pausiert werden: zum Rucksackablegen und Trinken.

Gut trainiert

Laufen, Radfahren oder Langlaufen fördern die Kondition. Trittsicherheit lernt man am besten am Berg selbst - bei anfänglich leichten Touren.

Auch das Gehen mit Steigeisen muss trainiert werden: Denn nur wer sie richtig anlegt und einsetzt, ist damit auf Eis und Schnee auch sicher unterwegs.

Steirer des Tages

Ein Händedruck mit Messi
Kennen Sie auch jemanden, der Besonderes leistet? Dann schreiben Sie uns!

KLEINE.tv

Mit der Vespa zur Vesper

Im Rahmen der Langen Nacht der Kirchen lud die Diözese Graz-Sekau und de...Noch nicht bewertet

 




Aktuelle Fotoserien

Lange Nacht der Kirchen in der Steiermark 

Lange Nacht der Kirchen in der Steiermark

 

Platzwahl 2013

Steiermark Tourismus

Es ist wieder "Platzwahl"-Zeit: Heuer werden die schönsten Wasserperlen des Landes gekürt. Stimmen auch Sie mit!

Die besten Forschungsprojekte

contrastwerkstatt - Fotolia

Die Kleine Zeitung präsentiert in Kooperation mit den fünf steirischen Universitäten, den beiden Fachhochschulen, den zwei Pädagogischen Hochschulen und Joanneum Research die besten steirischen Forschungsprojekte.

Steirische Strukturreform

APA

Die Landesspitze baut die Gemeindestruktur massiv um. Im Jahr 2015 soll es von den derzeit 539 nur mehr 285 Gemeinden geben.

Peter Rosegger-Jahr

Landesarchiv

Im Jahr 2013 feiert die Steiermark den 170. Geburtstag von Peter Rosegger (1843-1918) mit zahlreichen Projekten, Veranstaltungen und Aktivitäten.

Jobs auf kleinezeitung.at/karriere

3D-Rundgang durch die Steiermark

http://www.3dpanorama.at/

Wollen Sie die Steiermark mit ihren Sehenswürdigkeiten, Städten und Kirchen einmal aus einer ganz anderen Perspektive erleben? Dann unternehmen Sie doch einen 3D-Rundgang durch die grüne Mark!

Babyfotos

Steirer helfen Steirern

Mit "Steirer helfen Steirern" unterstützen wir gemeinsam mit unseren Leserinnen und Lesern Landsleute in Not.
Das Spendenkonto:
Steiermärkische Bank und Sparkassen AG, Konto: 170001, BLZ: 20815

 
Auch Ihr Foto soll hier erscheinen? Schicken Sie es uns via Upload!
 

Hochzeitsfotos

 
Sie haben auch eine Meldung? Werden Sie Leser-Reporter und schicken Sie uns Ihre Texte!
 

Todesanzeigen

Todesanzeigen aller steirischen Bezirke.

Für Sie da

Foto: Helmut Lunghammer

So erreichen Sie die Ombudsmann-Redaktion:

  • Tel.: (0316) 875-4910
  • Fax: (0316) 875-4904

E-Mail

 

Leserfotos

 
Auch Ihr Foto soll hier erscheinen? Schicken Sie es uns via Upload!
 

Wallpaper

 

Verkehrsmeldungen

Foto: ÖAMTC
 

Prospekte



Seitenübersicht

Zum Seitenanfang