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Zuletzt aktualisiert: 20.10.2012 um 08:30 Uhr

Vierjähriger Nico verstarb nach Sturz in Jauchengrube

Während seine Eltern im Stall arbeiteten, schlich sich ein vierjähriger Bub ins Freie und kletterte auf den Misthaufen. Von dort stürzte er in die Jauchengrube: er konnte nur noch tot geborgen werden.

Nicos Großvater zeigt bestürzt die Stelle, an der es zu dem Unglück gekommen ist.

Foto © HeranNicos Großvater zeigt bestürzt die Stelle, an der es zu dem Unglück gekommen ist.

Eineinhalb Stunden lang kämpften gestern Notarzt und Rettung um das Leben eines vierjährigen Buben - leider vergeblich. Der kleine Nico M. aus Strallegg war gestern Abend in einem unbeobachteten Moment aus dem Stall geschlichen, in dem seine Eltern arbeiteten. Minuten später war das Kind in die Jauchengrube gestürzt.

Zu dem tragischen Unglück war es kurz nach 17 Uhr auf einem Anwesen in Pacher bei Strallegg (Bezirk Weiz) gekommen. "Die Eltern waren mit den beiden Kindern im Stall gewesen", berichtet ein Polizeibeamter. Der vierjährige Nico schlich sich dabei aus dem Stall. Er kletterte über einen Zaun auf den Misthaufen - und stürzte von dort zwei bis drei Meter tief in die darunterliegende offene Jauchengrube.

Als die Eltern bemerkten, dass ihr Kind verschwunden war, machten sie sich sofort auf die Suche nach Nico. Verzweifelt suchten sie das gesamte Anwesen nach dem Buben ab, wobei weitere Angehörige halfen. Doch es dauerte rund eine Dreiviertelstunde, bis die Eltern ihr Kind entdeckten. Es war wohl der schrecklichste Anblick in ihrem Leben: Nico trieb nämlich leblos in der Jauchengrube!

Wenig später war bereits ein groß angelegter Rettungseinsatz im Gange: Die schwer geschockten Eltern hatten nämlich einen praktischen Arzt zu Hilfe geholt, der sofort das Rote Kreuz und den Notarzt verständigte. Eineinhalb Stunden lang versuchten die Helfer mit vereinten Kräften, Nico wiederzubeleben. Doch die Reanimation war leider erfolglos.

Für die Familie brach eine Welt zusammen. Die Eltern mussten psychologisch betreut werden. "Wir haben ein Kriseninterventionsteam mit vier Mann hingeschickt", so eine Sprecherin des Roten Kreuzes in Weiz.

DANIELE MARCHER

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