Bezirks- und Gemeindesuche
Laufbahn lockt Betriebe
Unter dem Motto: "Ready-Steady-Go" wurde im September 2010 der Startschuss für das Pilotprojekt Jakominiviertel an der roten Laufbahn gegeben. Bis dato haben sich 40 neue Unternehmen im Jakominiviertel angesiedelt.

Foto © Foto Fischer/ Stadt GrazErinnerungen 2010: Eröffnung der roten Laufbahn im Jakominiviertel mit Bürgermeister Siegfried Nagl und Stadträtin Sonja Grabner
China, Korea, Brasilien: Quer über den Globus hat die "Laufbahn" rund um das Jakominiviertel für Aufsehen gesorgt. In Graz selbst schlug der 750 Meter langen Schleife rund um die gründerzeitliche Blockverbauung zwischen Jakoministraße und Klosterwiesgasse, die äußeres Zeichen einer Wiederbelebungsaktion eines jahrzehntelang verwelkenden Stadtviertels war, dagegen eher Unmut und Unverständnis entgegen.
Kritiker nahmen vor allem die Kosten der Aktion ins Visier: 711.000 Euro waren für die drei Projektjahre seit 2010 budgetiert. Tatsächlich blieb man aber unter Plan. Für Mietförderungen, Projektmanagement und Bemalungs- und Reinigungsaktivitäten des Straßenbelags wurden bisher 540.000 Euro ausgegeben.
Für Eberhard Schrempf, Geschäftsführer der Creative Industries Styria (CIS), gut angelegtes Geld: "Es hat sich eine vitale Mischung aus Kreativwirtschaft und alteingesessenen Unternehmen entwickelt", zieht er zufrieden Bilanz. 40 Unternehmen, angelockt durch ein spezielles Mietfördermodell, sind zu den 50 bestehenden Betrieben hinzugekommen. Das Passantenaufkommen ist in beiden Straßenzügen gestiegen, ist Wirtschaftsstadträtin Sonja Grabner stolz. Die Wirtschaftskammer beziffert die Wertschöpfung durch die Aktion mit 2,5 Millionen Euro.
Sämtliche zur Verfügung stehenden ebenerdigen Geschäftslokale sind mittlerweile vergeben, vermeldet Viertel-Managerin Pia Paierl. Noch leer stehende werden von den teils neuen Hausbesitzern aufgrund bevorstehender Umbauarbeiten derzeit nicht vermietet. Apropos Baustelle: Die Schienen in der Jakoministraße werden im kommenden Jahr erneuert. Die "Laufbahn" soll es aber auch danach wieder geben. "Es gibt niemanden, der wieder eine graue Straße will", begründet Grabner.





















