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Startschuss für den "Diözesanen Weg"
Am Sonntag setzte die katholische Kirche Steiermark den Startschuss für den "Diözesanen Weg". Dieser soll in eine andere, bunte Zukunft führen.
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Es steht 1:0 für die steirischen Katholiken: Mehr als 3000 Gläubige kamen am Sonntag in die Grazer Stadthalle zum Start der Aktion "Diözesaner Weg". Der Zeitpunkt ist bewusst gewählt: Vor 50 Jahren wurde das Zweite Vatikanische Konzil eröffnet. "Nur" 2500 Bischöfe waren zu diesem Ereignis gekommen, das die Weltkirche erneuert hat. Dass das auch hierzulande möglich ist, davon ist Bischof Egon Kapellari überzeugt: "Die Kirche in Österreich ist vergleichbar einem Leib mit Tausenden, ja Hunderttausenden von Frischzellen." Jeder könne so eine Frischzelle werden, wenn er sich an Christus halte.
Wo der Weg hinführt, ist laut Zukunftsforscher Matthias Horx noch nicht ersichtlich: "Entweder wird die Kirche auf den heiligen Kern schrumpfen oder groß, aber nicht mehr kontrollierbar bleiben." Den Zölibat abzuschaffen, wäre jedenfalls das Ende der katholischen Kirche. Er gehöre auch zu ihrem Kern. Und darauf müsse sie sich konzentrieren: "Jesus war ein palästinensischer Rebell, der mit friedlichen Mitteln eine Revolution ausgelöst hat."
Sehr persönliche Statements kamen von prominenten Steirern: "Der Glaube hat mir Rückhalt gegeben", bekennt Abfahrtsweltmeister Michael Walchhofer. Am Start hätte er immer ein "in Gottes Namen" gesprochen. Für Schauspieler Johannes Silberschneider gehört Glaube zum Leben. Sein Credo: "Wir müssen mit den Menschen und dem Transzendenten kommunizieren, sonst fallen wir um."
Mitgetragen wird der "Diözesane Weg" auch von der Katholischen Aktion. Mit "Eifer und ohne Furcht" will sich Präsident Bernhard Rebernik auf den Weg machen: "Es geht auch darum, Kontakt zu anderen Religionen und Kulturen zu schließen." Birgit Loibner von der Katholischen Jugend meint: "Ich bin schon gespannt, wo die Kirche in sechs Jahren stehen wird."
Pastoralamtsleiter Johannes Freitag - hauptverantwortlich für die Seelsorge in der Diözese - baut auf drei Gaben: "Vertrauen, Freude und Offenheit den Menschen gegenüber." Sein Wiener Gegenstück Veronika Prüller-Jagenteufel sieht die steirische Kirche auf einem guten Weg: "Die Wiener sind sehr darin geübt, zu raunzen, anstatt sich auf Lösungen zu konzentrieren." Die Kirche stehe vor zwei großen Herausforderungen: gerade in der Krise gesellschaftliche Solidarität zu stärken und für die christliche Botschaft Zeugnis zu geben.
Auf den Weg geschickt wurden die Gläubigen dann mit einem Rucksack - gefüllt mit Pilgerkarte, dem Heft "Gern katholisch", Lesezeichen, Lebkuchen und der CD "Du bist unser Weg, raus aus den vertrauten Gassen . . .".






















