Bezirks- und Gemeindesuche
Neuer Zwist um zehn Tage Herbstferien
Die kommenden Feiertage machen für viele steirische Schüler Herbstferien möglich. Elternvertreter stoßen sich an kurzfristiger Festlegung und Uneinheitlichkeit.

Foto © Kanizaj Die Schüker freuen sich über Herbstferien
Mit zwei langen Wochenenden steht zum Monatswechsel für viele Steirer die erste Durchschnaufpause nach dem Sommer an. Zahlreiche Schulen nützen die günstige Feiertagskonstellation rund um Nationalfeiertag, Allerheiligen und Allerseelen sogar für zehntägige "Herbstferien" - das geht sich mit drei schulautonomen Tagen aus. Nicht immer zur Freude der Elternvertreter.
Die kritisieren die oft kurzfristige Festlegung dieser Tage. Zudem werde auf Eltern mit Kindern an verschiedenen Schulen wenig Rücksicht genommen. Gerade im Pflichtschulbereich, wo für Kinder oft Aufsichtspersonen gefunden werden müssen, sei das ein Problem, so Ilse Schmid, Präsidentin des steirischen Landesverbandes der Elternvertreter. Ihr ist vor allem ein Dorn im Auge, dass die Entscheidung der Schulen erst im Oktober getroffen wird: "Welche Tage infrage kommen, weiß man auch schon im Mai."
Bundesgesetz
Landesschulratspräsident Wolfgang Erlitz verweist darauf, dass das Gesetz für schulautonome Tage Bundesangelegenheit ist. Über eine andere "Rhythmisierung des Schuljahres" könne man aber immer nachdenken: "Dann aber nur auf breiter Ebene unter Einbeziehung von allen Experten und den Beteiligten." Eine Entscheidung dürfe allerdings ausschließlich im Sinne der Kinder getroffen werden, mahnt Erlitz.
Wie viele Schulen die autonom freien Tage für Herbstferien nützen, wurde vom Landesschulrat nicht erhoben. Bei den Bezirksschulinspektoren trudeln auch erst dieser Tage die Ergebnisse der einzelnen Schulen ein. So bestätigt beispielsweise Franz Lyssy, Bezirksschulinspektor in Liezen, dass sich "bisher der Großteil der Pflichtschulen im Bezirk für die Herbstlösung ausgesprochen hat."
Absprache
Dass sich Schulleiter auch absprechen, werde bei den Leiterkonferenzen immer zum Thema gemacht, heißt es aus dem Landesschulrat. Für Graz mit seinen vielen Schulen sei das aber naturgemäß schwieriger als in der restlichen Steiermark. Optimal ist es aber auch dort nicht, wie ein betroffener Vater der Kleinen Zeitung schildert: "Meine Tochter hat im Gymnasium Herbstferien, mein Sohn in der Volksschule nicht. Wieso kann man sich innerhalb des Sprengels nicht auf eine Lösung einigen?"
Von den ursprünglich fünf schulautonomen Tagen gibt es im Pflichtschulbereich seit 2009 übrigens nur noch drei. Die restlichen zwei werden von der Behörde einheitlich für die Fenstertage nach Fronleichnam und Christi Himmelfahrt festgesetzt. Einen weiteren Fenstertag gibt es auch noch vor dem Josefitag im März.






















