Bezirks- und Gemeindesuche
89-Jähriger wurde Opfer von Telefonbetrügern
Innerhalb weniger Tage überwies ein betagter Oststeirer als angeblicher Gewinner eines Preisausschreibens insgesamt 10.000 Euro in die Türkei. Ein Postangestellter erkannte den Betrug und intervenierte.

Foto © Sujet/Weichselbraun
Betrüger haben einem 89 Jahre alten Oststeirer in dieser Woche rund 10.000 Euro herausgelockt, indem sie ihm einen Preisausschreibengewinn von 54.000 Euro vorgegaukelt hatten. Dies teilte die Landespolizeidirektion Steiermark am Samstag mit. Bedingung für den Erhalt des Gewinns sei es gewesen, zuerst "Bearbeitungsgebühr" und dann "Gewinnsteuer" zu überweisen.
Postangestellte hatten laut Polizei den Mann noch vor einem möglichen Betrug gewarnt, als er das Geld behob, aber dieser hatte sich nicht beirren lassen. In den vergangenen Monaten waren etliche Steirer mit solch angeblichen Lotto- oder Preisausschreiben-Gewinnen um mehrere zehntausend Euro gebracht worden.
Der Pensionist aus dem oststeirischen Bezirk Weiz war in der Zeit von Montag bis Donnerstag mehrmals aus dem Ausland von "Sachbearbeitern" einer Bank angerufen worden. Er habe bei einem Preisausschreiben in der Türkei 54.000 Euro gewonnen. Die Unbekannten wirkten auf den Mann offenbar so überzeugend, dass er sich zu Geldüberweisungen hinreißen ließ: erst rund 800, dann rund 4.000 und schließlich rund 5.000 Euro, die als Gebühren bzw. Steuer für den Gewinn zu entrichten wären. Zusammen mit der Bearbeitungsgebühr der internationalen Transferbank ergaben sich dann rund 10.000 Euro.
Obwohl Postangestellte den Pensionisten mehrmals aufmerksam gemacht hatten, dass hier etwas nicht mit rechten Dingen zugehen könne, bestand der alte Herr jedes Mal auf seinem Wunsch. Als am Freitag wieder eine Überweisung von rund 5.000 Euro "fällig" war, verständigte der Postangestellte die Polizei. Die Überweisung wurde verhindert, Kriminalisten nahmen Ermittlungen auf.
Unbekannte, von jenseits der Staatsgrenzen agierende Täter hatten in den vergangenen Monaten immer wieder leichtgläubigen Steirern mit Gewinnversprechen hohe Euro-Summen abgenommen. Zumeist waren die als Gebühr oder Steuer getarnten Geldforderungen mit Paysafe-Karten durchgeführt worden. In einigen Fällen hatten aufmerksame Bank- bzw. Trafikangestellte die Betrügereien verhindert. Ein Südsteirer war allerdings binnen eines Jahres zweimal auf die Täter reingefallen und hatte mehrere zehntausend Euro verloren.




















