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Heißer Auftakt zu Wahlkampf-Finale
Mit Wahlkampf-Openings von ÖVP und FPÖ ging der Gemeinderatswahlkampf in Graz am Freitagabend in seine finale Phase. Es gab 50 Anzeigen bei einer Demo gegen Strache-Auftritt - ÖVP feierte Bürgermeister Nagl als "Architekten einer modernen Stadt".

Foto © KLZ/Eder
Der seit fast zehn Jahren amtierende VP-Bürgermeister Siegfried Nagl schwor auf einem offenen Parteitag auf der Messe seine Anhängerschaft auf weitere fünf Jahre ein, die er am 25. November gerne mit "50 Prozent plus eine Stimme" entscheiden möchte. Parallel lud die FPÖ zu einem Event mit Parteichef Heinz-Christian Strache als Stargast - eine nicht angemeldeten Demo vor dem Innenstadtlokal wurde aufgelöst, es gab kurzfristige Festnahmen und 50 Anzeigen.
Siegfried Nagl hatte als "Einpeitscher" Integrationsstaatssekretär Seastian Kurz und Landesobmann Hermann Schützenhöfer, die beide für nicht ganz gefüllter Kulisse den Hausherren als Architekten einer modernen Landeshauptstadt darstellten. Kurz bezeichnete Graz als "Vorreiter" für neue Formen der Bürgerbeteiligung, Schützenhöfer meinte, Nagl habe die Reformen, die gegenwärtig im Lande durchgeführt werden, in Graz schon vorexerziert. Der Spitzenkandidat selbst nannte zwar erneut sein Wunschziel "50 Prozent plus eine Stimme" als Basis für stabile Verhältnisse, betonte aber gleichzeitig, "die Wahl ist keine g'mahte Wiesen, auch nicht für Siegfried Nagl."
Eingeleitet hatte der Grazer VP-Chef mit einem Hinweis darauf, dass einige Besucher nicht rechtzeitig zur Veranstaltung gekommen seien, weil Straßenbahnen im Zentrum blockiert worden seien. Der Grund: Auseinandersetzungen zwischen "Rechten und Linken", von denen er sich distanzierte: "Wir sind anders." Dass Heinz-Christian Strache deswegen aber kehrt gemacht habe, erwies sich als Ente: Tatsächlich drängte die Polizei die Demonstranten ab und löste die nicht angemeldete Kundgebung auf, laut Einsatzleiter gab es kurzfristige Festnahmen zur Identitätsfeststellung und 50 Anzeigen. Im Innenhof des Innenstadtlokals kam nach dem Auftritt des Grazer FP-Spitzenkandidaten Mario Eustacchio und seines Teams auch Bundesparteiobmann Strache ausführlich zu Wort, ehe dann drinnen das blaue Clubbing losging.























