Bezirks- und Gemeindesuche
Ich-AG will wachsen
Die Zahl der Ein-Frau- und Ein-Mann-Unternehmen wächst weiter. Doch viele Ich-AGs wollen selbst wachsen. Land startet eine neue Förderung.

Foto © KLZ/Fuchs
Für die einen ist es wegen der angespannten Lage auf dem Arbeitsmarkt ein Muss, andere motiviert der Reiz der persönlichen Freiheit zur Selbstständigkeit. Sie nimmt in der Steiermark immer stärker zu.
Von 60.000 am Markt befindlichen Unternehmen im Land bestehen mehr als die Hälfte - 55,1 Prozent oder fast 33.000 - aus nur einer Person (EPU). Im Vorjahr gingen exakt 4688 Unternehmen an den Start, neun von zehn als EPU - die "Ich AG" boomt. Das unterstreicht ein Vergleich mit dem Jahr 1985 - damals lag der Anteil bei nur 24,5 Prozent.
"Die Steiermark ist unternehmerischer geworden", fasst es Wirtschaftskammer-Chef Josef Herk zusammen. Den Megatrend des "Small is beautifull" will das Land wiederum als Beschäftigungsfaktor nützen. Erstmals werden Investitionen für die Schaffung eines weiteren Arbeitsplatzes mit bis zu 25 Prozent gefördert, erklären Wirtschaftslandesrat Christian Buchmann und Burghard Kaltenbeck von der steirischen Wirtschaftsförderung (SFG). Buchmann verweist auf eine Untersuchung der KMU Forschung Austria: Ein Drittel der EPUs hegt konkrete Wachstumspläne, bei Unternehmen, die jünger als drei Jahre alt sind, liegt dieser Wert sogar bei 52 Prozent. Unterstützung findet auch in Form von Know-how statt - wie beim "Powertag" für Selbstständige am 20. Oktober im Messecongress Graz. SFG, Wirtschaftskammer (WK), die Steiermärkische Sparkasse und die Stadt Graz organisieren zum zweiten Mal die "MyWay" mit 24 Blitzvorträgen zu 45 Minuten von Experten und Stars wie Michaela Dorfmeister. Der Bedarf an Information ist jedenfalls groß, 3000 von 3500 Tickets sind bereits weg (unter www.my-way.at sind Anmeldungen bis 16. Oktober möglich).
Die meisten Alleinunternehmer sind gewerbliche Dienstleister (8087), den größten EPU-Anteil (93 Prozent) haben die Direktvertriebler, in der Sparte Information und Consulting sind es 61 Prozent. Etwas mehr Frauen (52,6 Prozent) als Männer wagen die Selbstständigkeit; Flexibilität gilt hier als starke Motivation. Nach fünf Jahren sind noch rund 75 Prozent auf dem Markt.
WK-Chef Josef Herk fordert nach dem Krankengeld für Kleinunternehmer (wir berichteten) auch eine Gleichstellung von Angestellten und Selbstständigen beim Wochengeld.






















