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Zuletzt aktualisiert: 12.10.2012 um 09:00 UhrKommentare

Gebärklinik Voitsberg: Schließung ist fix

Wegen der Demo verlegte die Kages ihre Sitzung nach Graz, wo der Ablauf bis zur Schließung beschlossen wurde. Die letzte Schwangere wird am 17. Dezember in Voitsberg aufgenommen.

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Donnerstag, früher Nachmittag. Dicke Regenwolken ziehen bedrohlich über Voitsberg. Passend zur Stimmung der vielen Demonstranten, die sich vor dem LKH eingefunden haben, um erneut gegen die Schließung der Gebärklinik zu demonstrieren. Der Anlass ist eine Projektausschusssitzung der Kages und der Deutschlandsberger Projektpartner, in der die Umsetzung der im Landtag beschlossenen Schließung besprochen werden soll. Um Punkt 14 Uhr ertönt unter den vielen "Sag Ja zum LKH"-Bannern schließlich ein lautes Protest-Pfeifkonzert. Unüberhörbar! Zumindest in der näheren Umgebung.

Die Projektausschusssitzung selbst hat es nicht beeinträchtigt, da diese am Vormittag kurzerhand von Voitsberg nach Graz verlegt wurde. "Weil man in dieser Sitzung nur die Umsetzung der Landespläne bespricht", heißt es vonseiten der Kages. Die Demonstration richte sich deren Meinung nach an Politiker, die ihre Entscheidung schon lange vorher getroffen hätten. "Den Mitarbeitern der Kages soll ihre Arbeit ungestört ermöglicht werden", so der Kages-Sprecher.

"Wir geben dennoch nicht auf", sind sich die Politiker des Bezirks Voitsberg einig. "Weil es nicht billiger sein kann, eine Station in Voitsberg zuzusperren, und dafür in Graz auszubauen", so Bürgermeister Ernst Meixner. "Warum schließt man nicht gleich auch Deutschlandsberg. Dann können alle nach Graz fahren", ergänzt Vizebürgermeister Gaich. Beide wollen weiterkämpfen. "Wir werden das Bezirksvolksbegehren durchbringen." Auch wenn es keine rechtliche Verbindlichkeit hätte, außer dass das Thema noch einmal im Landtag behandelt werden muss, wäre damit eine moralische Verpflichtung den Wählern gegenüber verbunden, meinen die beiden.

Doch die Haltung im Land ist klar. Während Landesrätin Kristina Edlinger-Ploder zur Demonstration nicht Stellung nimmt, bekräftigt sie bei der Pressekonferenz am Vormittag: "Ich habe mich allen Diskussionen zu diesem Thema gestellt. Auch ein Bezirksvolksbegehren - egal mit wie vielen Unterschriften - wird an der Umsetzung des RSG nichts ändern."

Die Details der Umsetzung wurden in der Projektausschusssitzung erarbeitet. Während die letzten Demonstranten in Voitsberg das LKH verließen, wurden die Schritte bis zur Schließung beschlossen. In einer Betriebsversammlung werden Mitarbeiter heute über die weitere Vorgehensweise informiert. Am 17. Dezember werden die letzten schwangeren Frauen in Voitsberg aufgenommen. Die Schließung mit 31. Dezember 2012 ist fixiert.

HEIKE KRUSCH

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