Bezirks- und Gemeindesuche
Empörung nach LKH-West-Protest
Längst ist bekannt: Die Barmherzigen Brüder sollen das LKH West übernehmen. Die Art, wie der Kampf des Betriebsrates geführt wird, sorgt für Empörung.

Foto © KLZ/KanizajLKH West
Für alle Mitarbeiter gibt es eine Job-Garantie. Der Betriebsrat lehnt die Übernahme natürlich ab. So weit, so klar, so gut. Aber die Art, wie der Kampf des Betriebsrates geführt wird, sorgt für Empörung. Die Inhalte eines LKH-West-Flugblattes, in dem zur Teilnahme an einer Unterschriftenaktion gegen die Übernahme aufgerufen wird, haben das Fass zum Überlaufen gebracht: "Folgende ethische Frage stellt sich: Ein von der katholischen Kirche geführtes Krankenhaus könnte für Menschen anderen Glaubens ein Problem darstellen", steht sogar auf dem Flugblatt zu lesen.
Wer heute in ein Ordensspital geht, weiß, dass dieser Verdacht Blödsinn ist. Für Renate Skledar, die seit Jahren erfolgreich als steirische Patientenanwältin arbeitet, hat man damit sogar "die Grenzen der Geschmacklosigkeit überschritten. Natürlich könne man protestieren, aber man dürfe nicht mit Ängsten von Patienten spielen.
Auch Lola Fleck von der Aids-Hilfe - Patienten werden ja im LKH-West behandelt - ist fassungslos: "Das ist untergriffig, da wird Menschen, die von einer Behandlung in diesem Spital abhängig sind, suggeriert, dass sie nachher nicht so gut versorgt werden. Wenn ich Patient bin, ist das fast eine Nötigung, damit ich unterschreibe."
Im Flugblatt wird übrigens auch von der Klassenmedizin nach der Übernahme und von steigenden Wartezeiten geschrieben. Skledar: "Davon aufgrund der Übernahme zu sprechen ist auch nicht angebracht. Die Barmherzigen Brüder sind keine Finanzgesellschaft, die ein gewinnorientiertes Krankenhaus betreiben werden, sondern ein gemeinnütziger Träger, der etwa auch das LKH Eisenstadt betreibt."




















