Bezirks- und Gemeindesuche
Nach Gewalttat noch gemeinsam gefrühstückt
Bis zur Bewusstlosigkeit soll ein Leobener die Freundin gewürgt haben. Anzeige kam spät. Der Tatverdächtige wurde in die Justizanstalt Leoben überstellt.

Foto © APASujetbild
Mit dem Umbringen bedroht, bis zur Bewusstlosigkeit gewürgt - bei der Frau wurde später im LKH Leoben ein Würgetrauma festgestellt - und viele Stunden lang in der eigenen Wohnung eingesperrt: Ein derartiges Martyrium will eine 48-jährige Leobenerin in der Nacht zum Mittwoch durchgemacht haben. Unter Tatverdacht steht der Freund der Frau, ein 43-jähriger Arbeiter aus Leoben, mit dem sie eine "offene" Beziehung geführt haben soll. Der Obersteirer, wegen Gewalttaten an anderen Frauen bereits vorbestraft, landete gestern in der Justizanstalt Leoben in U-Haft.
Es war Eifersucht, die den 43-Jährigen zur mutmaßlichen Tat getrieben haben soll. "Die Frau hatte am Dienstagabend Besuch von einem alten Bekannten", so ein Beamter der Polizeiinspektion Josef-Heißl-Straße in Leoben. Als dieser wieder gegangen war, kam es zwischen dem Paar zum Streit. Dabei soll auch Alkohol im Spiel gewesen sein. Schließlich soll der Arbeiter die Frau bewusstlos gewürgt haben. Als sie wieder zu sich kam, war ihr eine Flucht aus ihrer eigenen Wohnung nicht möglich, da ihr der 43-Jährige Handy und Schlüssel abgenommen haben soll. "Was dieser jedoch vehement bestreitet", so einer der ermittelnden Beamten.
So erstattete die Frau erst am nächsten Vormittag die Anzeige - nachdem sie noch gemeinsam mit ihrem Freund gefrühstückt und danach, ebenfalls gemeinsam, wegen eines Massagetermins das Haus verlassen hatte. Der 43-Jährige wurde am Mittwochabend schließlich in einem Lokal festgenommen.






















