Bezirks- und Gemeindesuche
Ärzte schreiben Gesundheitsakt weiter krank
Lindner kritisiert Kosten, Nutzen und Zeitplan.

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GRAZ, WIEN. Der Ministerrat hat Elga, den elektronischen Gesundheitsakt, am Dienstag abgesegnet, die Kritik daran geht aber weiter. "Wir sind skeptisch", betont Herwig Lindner, steirischer Ärztekammerpräsident. Dieser ist auf Seiten der kritischen Datenschützer: Denn vertrauliche Patientendaten werden ja nicht erst nach Zustimmung der Betroffenen, sondern automatisch gespeichert - es sei denn, man wendet sich an die Widerspruchsstelle.
Auch würden die gespeicherten Befunde etc. den Verwaltungsaufwand erhöhen. Nicht zu reden von den Kosten. "Die Zahlen des Gesundheitsministers glaubt doch kein Mensch", so Lindner. Auch "für steirische Spitäler muss erst eine Schnittstelle zu Elga programmiert werden." Dabei sind gezielte Abfragen laut Lindner in der ersten Stufe nicht vorgesehen: "Der Arzt muss sich durch die Datenblätter wühlen."
Der steirische Ärztekammerchef bezweifelt überdies, dass Elga das Patienten-Arzt-Gespräch optimieren könnte: Fragen nach verwendeten Medikamenten etc. kann keine, schon gar keine unvollständige Datensammlung ersetzen.
Von einem Boykott von Elga könne aber keine Rede sein. Die Ärzteschaft will sich kritisch, aber konstruktiv einbringen.





















