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Luftgefecht um die steirische Flugrettung
Land vergab Flugrettungsdienst ohne Ausschreibung an ÖAMTC. Tiroler Mitbewerber rief Verwaltungssenat an.

Foto © ReutersDie Vergabe des Flugrettungsdienstes mündete in einen Streit
Droht der Vereinbarung zwischen Land Steiermark und dem Flugrettungsdienst des ÖAMTC der Absturz? Darauf baut der Tiroler Flugunternehmer Roy Knaus. Mit seiner Firma Heli Austria zieht der 36-Jährige vor den Unabhängigen Verwaltungssenat (UVS). Sein Vorwurf: Das Land hätte die Vergabe des Flugrettungsdienstes ausschreiben müssen, stattdessen aber freihändig an den ÖAMTC vergeben. Am Freitag wird die Causa beim UVS verhandelt. Entscheiden die Juristen zugunsten von Heli Austria, muss die Vergabe zurück an den Start.
Finanzierung
Seit April läuft der Vertrag zwischen Land und ÖAMTC, zuvor hatte sich der Bund aus der Finanzierung der Flugrettung zurückgezogen. Auf Basis der neuen Vereinbarung erledigt der Automobilklub wie bisher mit seinen Helikoptern "Christophorus 12" (Graz), "Christophorus 14" (Niederöblarn) und "Christophorus 16" (Oberwart) den steirischen Flugrettungsdienst. Für diese Lösung hat der Klub eigens einen Verein gegründet, der sich über die Abgeltungen der Krankenkassen und zusätzliche Ausgleichszahlungen des Landes finanziert. "Wir haben diese Lösung mit allen unseren Experten akkordiert und gehen davon aus, dass sie rechtlich hält", sagt Kurt Kalcher, Leiter der Fachabteilung für Katastrophenschutz.
Knaus ist naturgemäß anderer Ansicht. "Der ÖAMTC wird protegiert und bevorzugt behandelt, andere Interessenten hatten nie eine Chance." Ähnlich hatte Knaus im Frühjahr in Osttirol argumentiert - und vom UVS prompt Recht bekommen. Die Folge: Der dortige Flugrettungsdienst musste neu ausgeschrieben werden. Ob der steirische UVS bereits am Sanstag endgültig entscheidet, ist noch ungewiss.




















