Bezirks- und Gemeindesuche
Graz hätte noch viel mehr Potenzial
Eine Studie zum Wirtschaftsstandort Graz ergab, dass die Stadt viel mehr wirtschaftliches Potential hat, als sie derzeit nutzt. Nach den SPÖ-Rochaden brodelt es in der Partei.

Foto © Gernot EderWK-Obfrau Sabine Wendlinger-Slanina
Graz nützt seine Nähe zu den Exportmärkten im Osten zu wenig; dem Flughafen gehen zu viele Destinationen verloren; die Behördenverfahren dauern viel zu lange - das ist das eine Ergebnis einer neuen Studie über den Wirtschaftsstandort Graz, die die Wirtschaftskammer erstellt hat. Das andere: Graz ist ein pulsierender Ballungsraum, ein guter Bildungsstandort mit überdurchschnittlicher Kaufkraft. Unterm Strich: Graz hat noch viel Potenzial.
Wo also ansetzen, um dieses Potenzial zu heben? Die Punkte, die die Grazer WK-Obfrau Sabine Wendlinger-Slanina sieht: Verkehr, Ausbildung, Ende der Überregulierung. Beim Verkehr setzt sie auf eine echte Ringlösung. Bei der Ausbildung beklagt sie den Fachkräftemangel. "Ich suche selbst vergeblich einen Projektleiter", so Wendlinger-Slanina. Das andere Extrem sind die Lehrlinge. "Wir tun uns in Graz sehr schwer, gute zu finden."
Der massive Umbau des SPÖ-Teams durch Parteichefin Martina Schröck sorgt parteiintern weiter für Aufregung. "Ich mache kein Hehl daraus, dass ich gerne Gemeinderat geblieben wäre, aber der angebotene Listenplatz hat nicht meinen Anforderungen entsprochen", gesteht Klaus Eichberger. Der langjährige Gemeinde- und Bezirksrat fiel der aktuellen Verjüngungskur zum Opfer. Gerade diesen Kurs beobachte er mit Skepsis: "Verdiente Genossen könnten das Gefühl bekommen, dass die SPÖ keine politische Heimat mehr für sie ist." Eichberger wünscht sich einschlägige "Signale an die Stammwählerschaft", will das aber nicht als Ratschlag an Schröck verstanden wissen. Um dann doch einen zu geben: "Die SPÖ täte gut daran, sich um Grünwähler zu kümmern." HÖF, WIN




















