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Gemeindefusion: Ein Querschuss in letzter Minute
In Gai, Hafning, Trofaiach und Vordernberg wurde heute über eine Fusion der Gemeinden abgestimmt. Vordernbergs Bürgermeister Walter Hubner sprach sich im Vorfeld unerwartet gegen eine frühe Zusammenlegung aus.
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Paukenschlag vor der heutigen Volksbefragung im Vordernbergertal. Zeigten sich die vier Bürgermeister Mario Abl (Trofaiach), Alfred Lackner (Hafning), Bernhard Zechner (Gai) und Walter Hubner (Vordernberg) noch vor Kurzem einig darüber, ihre vier Gemeinden schon mit Jänner 2013 fusionieren zu wollen, erklärte Hubner am Samstag völlig überraschend, dass ihm dieser Fusionstermin zu früh sei. Er verteilte in Vordernberg ein Flugblatt, in dem er anführt, dass für die SPÖ Vordernberg auch der Termin der heutigen Volksbefragung zu früh komme. Aber: "Aufgrund von großem Druck von außen und von übergeordneten Stellen haben wir uns entschlossen, die Volksbefragung trotzdem durchzuführen und nach außen den Schein zu wahren", so Hubner im Flugblatt. Dies sei geschehen, um das Projekt der Gemeindefusionierung in den anderen drei Gemeinden nicht zu gefährden. Er habe gegenüber den Medien eine positive Meinung kommunizieren und vertreten müssen, die sich nicht mit der seiner Fraktionskollegen gedeckt habe. Für eine Stellungnahme war Hubner am Samstag nicht erreichbar.
Früherer Termin
Für seine drei Amtskollegen ist diese Vorgangsweise in keiner Art und Weise nachvollziehbar, vor allem deshalb, weil gerade Hubner stets für den frühen Fusionstermin plädiert habe. "Er erweckte stets den Eindruck, dass sämtliche Schritte mit dem Gemeinderat und der SP-Fraktion Vordernberg akkordiert seien. Dass dies offensichtlich nicht der Fall war, stimmt uns nachdenklich", so die drei Bürgermeister. Hubners Schwenk um 100 Prozent stelle sie vor ein Rätsel. "Festhalten möchten wir, dass es in keiner Weise Druck gegeben hat - weder vom Land noch von den übrigen Gemeinden", betonen Abl, Lackner und Zechner.
Sie wollen die Fusion auf jeden Fall durchziehen. "Wir bitten die Bürger, sich von dieser unverständlichen Vorgangsweise nicht beeinflussen zu lassen. Wir haben für unsere drei Gemeinden die volle Unterstützung des Landes." Karin Boandl-Haunold vom Land Steiermark bestätigt das. "Rechtlich hat das Flugblatt keine Auswirkungen auf die Volksbefragung, weil der Vordernberger Gemeinderat beschlossen hat, diese durchzuführen", so Boandl-Haunold. Jetzt gelte es, das Votum der Bürger abzuwarten.






















