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Zuletzt aktualisiert: 24.09.2012 um 15:00 Uhr

Motiv nach Mordversuch weiter unklar

Ein 64-jähriger Mann musste mit acht schweren Stichverletzungen im Bauch ins LKH eingeliefert werden und wurde sofort operiert. Die Lebensgefährtin des Mannes hat die Tat gestanden. Das Motiv ist jedoch noch unklar.

Foto © Scheriau/Sujet

Zu einem blutigen Familiendrama dürfte es am Sonntag im Grazer Stadtbezirk Jakomini gekommen sein. Wie die Landespolizeidirektion Steiermark berichtete, wurde ein 64-jähriger Mann am Abend mit mehreren lebensgefährlichen Stichverletzungen im Bauchbereich ins LKH Graz eingeliefert. Die Polizei ging von versuchtem Mord aus. Es bestand begründeter Verdacht gegen die ungarische Lebensgefährtin des Mannes, so Chefermittler Anton Kiesl von Landeskriminalamt gegenüber der APA. Diese habe die Tat bereits gestanden. Der Verletzte wurde notoperiert, sein Zustand war Montagfrüh noch immer kritisch. Über das Motiv war vorerst noch nichts bekannt.

Tätig wurde die Exekutive nach Hinweisen aus der Bevölkerung: Mehrere Anrufer alarmierten die Polizei, dass zwei Frauen blutüberströmt und offensichtlich verwirrt am Hollerweg herumirren würden. Nach Eintreffen der Exekutive konnten die beiden nicht erklären, woher das Blut stammte, woraufhin sich die Beamten in der näheren Umgebung umsahen. Dabei entdeckten sie den 64-Jährigen stark blutend in seiner Wohnung. Wie sich später herausstellen sollte, handelte es sich dabei um die Lebensgefährtin des Mannes und deren Tochter, beides ungarische Staatsbürgerinnen. Der Mann ist laut Polizeiangaben Österreicher.

Die Frauen wurden in die Sigmund-Freud-Klinik eingeliefert, wo sie zunächst nicht zu dem Vorfall befragt werden konnten. Die Tochter sei unter Schock gestanden, die Mutter alkoholisiert gewesen, erklärte Kiesl. Bei der späteren Einvernahme gab die ältere Frau dann zu, auf ihren Lebensgefährten eingestochen zu haben. Die Ungarin wurde in die Justizanstalt Jakomini eingeliefert.


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