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Bergbaumaschinen luden zum Tanz
Eisenerz stand am Samstag ganz im Zeichen der Bergleute: Beim 17. Österreichischen Knappen- und Hüttentag feierten knapp 3000 Menschen 1300 Jahre Erzabbau am Erzberg.
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Ich bin stolz, dass wir Bergleute Bodenschätze herausholen. Das ist Wohlstand", sagt Peter Reithofer (78) aus Stubenberg. Der Bergbau Naintsch Mineralwerke Rabenwald in der Oststeiermark war jahrzehntelang sein Arbeitsplatz. Werner Schwaiger hingegen hat während seiner aktiven Zeit unter Tage im Grafitbergbau Kaisersberg in St. Stefan ob Leoben gearbeitet. Für ihn macht Bergmannsein vor allem die Kameradschaft aus. "Und der Fortschritt ist wichtig, damit es weitergeht", erklärt er.
Menschen
Während Alfred Bäk, der am Erzberg Schlosser gelernt hat und jetzt mit seinen 83 Jahren bei der Knappschaft Vordernberg noch immer aktiv ist, vor allem eine Veränderung aufgefallen ist: "Ich sehe nicht mehr viele Menschen hier arbeiten. Als ich begonnen habe, hat es am Erzberg richtig gewurlt", sagt der leidenschaftliche Bergmann und fügt hinzu: "Das Herz am richtigen Fleck, Musik und Kameradschaft machen Bergleute aus."
Und damit spricht er wohl für alle Teilnehmer des gestrigen 17. Österreichischen Knappen- und Hüttentages in Eisenerz und am Erzberg. Elf Musikkapellen und 30 Abordnungen von Knappschaftsvereinen aus Österreich, Deutschland und Tschechien gaben sich im Eisenerzer Stadion bei einer Bergparade die Ehre. Mehr als 1000 Aktive boten ein buntes Bild, das sich die Zuschauer nicht entgehen ließen.
Gefeiert wurde auch ein besonderes Jubiläum: 1300 Jahre Erzabbau am Steirischen Erzberg (wir berichteten). Landeshauptmann Franz Voves, Ehrenbergmann am Erzberg, Landeshauptmannstellvertreter Hermann Schützenhöfer, Ehrenbergmann der Steirischen Eisenstraße, und die Eisenerzer Bürgermeisterin Christine Holzweber, eine der wenigen weiblichen Ehrenbergmänner am Erzberg, führten den Reigen der Gratulanten an.
Zentrum am Berg
Voves ließ aufhorchen, weil er und Schützenhöfer sich klar zu einem neuen, zukunftsweisenden Projekt am Erzberg bekannten: dem Zentrum am Berg, einem Forschungszentrum für Tunnelsicherheit unter der Federführung der Montanuniversität Leoben. "Einzig an der Finanzierung müssen wir noch ein bisschen feilen", erklärte Voves.
Auch die Kunst kam am Samstag nicht zu kurz. Das Jugendblasorchester des Bezirks Leoben zeigte mit Bezirkskapellmeister Christian Riegler im Stadion eine wunderbar gelungene Rasenshow.
Und am Erzberg ließ sich Lawine Torrèn, ein offenes Netzwerk von Tänzern, Schauspielern, Multimedia-Artists und Technikern unter der Federführung von Herbert Lepka, zu einem Tänzchen mit Bergbaumaschinen und Menschen inspirieren.
Dieses Projekt von eisenerZ*ART sorgte nicht nur für Staunen und Gefallen bei den Zuschauern, sondern überraschte auch viele. Und als Bühnenbild fungierte der Erzberg, würdevoll, erhaben und gelassen schaute er auf das Spektakel ihm zu Füßen.























