Bezirks- und Gemeindesuche
Freiheitliche peilen "15 Prozent plus" an
Mit "Auftakt und Angriff" als Motto hat die Grazer FPÖ am Mittwoch den Beginn ihres Wahlkampfes für die vorgezogene Gemeinderatswahl an 25. November eingeläutet.

Foto © Marija KanizajStadtrat Mario Eustacchio
Das Hauptangriffsziel der Freiheitlichen ist den Ausführungen von Stadtrat Mario Eustacchio und Klubchef Armin Sippel zufolge der amtierende ÖVP-Bürgermeister Siegfried Nagl. Ihm sollen während des Wahlkampfes "seine sieben Todsünden" vorgehalten werden. Eine wesentliche Rolle wird auch Bundesparteiobmann Heinz-Christian Strache spielen, der zu einer Veranstaltung am 12. Oktober und zur Schlusskundgebung knapp vor dem Wahltag nach Graz kommen soll. Als Wahlziel gab Eustacchio "15 Prozent plus" aus - 2008 hatte die FPÖ 10,85 Prozent erreicht.
An Ausgaben für den Wahlkampf sind rund 500.000 Euro budgetiert. Den Kontakt zu den Wählern will man über "die Straße" bekommen, mit Infoständen. Unter anderem hat man sich vorgenommen, alle Grazer Wirtshäuser zu besuchen. Ferner setzt man auf die Kommunikation über soziale Netzwerke wie Facebook und Twitter. Ein Internetspiel - wie jenes von der steirischen Landtagswahl 2010 her noch berüchtigte "Moschee-Baba"-Spiel - werde es nicht geben, sagte Eustacchio. Allerdings werde dessen Erfinder, der Schweizer Werbefachmann Alexander Segert, wieder mitarbeiten, hieß es auf Journalistenfragen. Seine Ambitionen und seine Arbeit für Graz beschrieb Eustacchio so: "Ich komme als Manager aus der Privatwirtschaft, ich weiß, wie es geht, man muss mich nur lassen. Wir sind gewillt, etwas für diese Stadt zu leisten. Sie verdient es, weiterhin ihre Kultur und ihre Traditionen zu pflegen".
"Sieben Todsünden"
Mit den Plakatserien habe man schon im Mai angefangen, und diese hätten mit monatlich wechselnden Sujets dazu beigetragen, "den Bekanntheitsgrad von Mario Eustacchio stark zu erhöhen", sagte Klubchef Sippel. In weiteren Plakaten wird vor allem der Bürgermeister attackiert und werden die Wahlkampfthemen vorgegeben: "Das hat uns die Nagl-ÖVP eingebrockt: Kriminalität, Schulden, Stau, Bettelei, Moscheen", so der Slogan. Zu den "sieben Todsünden" von Nagl zählten unter anderem "Eitelkeit und Stolz", in der man dem Bürgermeister "die Flops bei der Volksbefragung zu den Reininghausgründen und der Umweltzone" vorhalten will. Prominentester Wahlkampfhelfer soll Bundesparteichef Strache sein. Nach der Vorstellung des "Team für Graz" am 10. Oktober - die Kandidatenliste werde am 9. Oktober von den Gremien abgesegnet, laut Eustacchio seien drei Frauen an wählbarer Stelle - gibt es am 12. Oktober eine Auftaktveranstaltung mit Strache inklusive Clubbing. Am 30. Oktober werden die "Rezepte für Graz" präsentiert.
Der steirische Landesparteiobmann und Verkehrslandesrat Gerhard Kurzmann sieht in der Grazer Gemeinderatswahl einen Urnengang "mit Signalwirkung über die Landesgrenzen. Ich bin überzeugt, der Trend der Freiheitlichen nach oben wird sich fortsetzen, bis ins nächste Jahr mit den Wahlen in Niederösterreich, Krems und den Nationalratswahlen".




















