Bezirks- und Gemeindesuche
Entführungsalarm: Flucht endete im Acker
19-Jähriger raste mit seiner im Auto um Hilfe schreienden Freundin der Polizei davon. Verfolgung endete mit Unfall und zwei Verletzten. Das Motiv für die Amokfahrt ist noch unklar. Der Mann ist - wie seine Freundin - als Suchtgiftkonsument amtsbekannt.

Foto © FF Weiz Nach dem Unfall setzte der Lenker seine Flucht zu Fuß fort
Hilfeschreie, die aus einem Auto drangen, hörte eine Weizerin in der Nacht auf Dienstag aus der Straße vor ihrem Haus. Sie dachte an eine Entführung, alarmierte sofort die Polizei, die sofort eine Streife zum Tatort schickte. Da kam den Polizisten der Wagen bereits mit weit überhöhter Geschwindigkeit entgegen - in einer Einbahn. Das Auto raste an den Polizisten vorbei, sie bemerkten noch, wie sich die Beifahrerin aus dem Fenster beugte und weiter um Hilfe schrie.
Verfolgungsjagd
Danach entwickelte sich eine rasante Verfolgungsjagd durch das Stadtgebiet. Der Fahrer stieg aufs Gas, mit mehr als 100 km/h ging es über Kreuzungen und an Stopptafeln vorbei Richtung Süden. Auf seiner Flucht über die B 64 nach Preding rammte der Lenker einen geparkten Pkw. Doch die Amokfahrt ging weiter, jetzt Richtung Unterfladnitz. Auf der Landesstraße verlor der Lenker die Kontrolle über den Wagen und landete in einer Wiese neben der Straße. Der Fahrer stieg aus und rannte davon, zurück im Auto blieb eine verstörte und leicht verletzte Beifahrerin. Die 21-Jährige wurde ins LKH Weiz eingeliefert. "Bis jetzt konnten wir die Frau noch nicht einvernehmen", sagt Harald Eppich vom Bezirkspolizeikommando Weiz.
Wenig später klickten für den 19-jährigen Lenker die Handschellen. Ein Diensthund spürte den Lebensgefährten der Beifahrerin im Maisacker auf, auch er war leicht verletzt und leicht alkoholisiert (0,46 Promille). Führerschein besitzt der Weizer keinen, über den Grund für seine Amokfahrt schwieg er. Der Mann ist - wie seine Freundin - als Suchtgiftkonsument amtsbekannt. Er wurde wegen Freiheitsentziehung, Fahrerflucht und anderen Delikten angezeigt.





















