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    Zuletzt aktualisiert: 12.09.2012 um 21:03 UhrKommentare

    Große Solaranlagen sind gefragt

    Große Solaranlagen, die Wohnblocks und Gewerbegebäude bei der Warmwasserbereitung unterstützen, sind im Kommen. Sie sind auch ein Thema der derzeit laufenden "Solar 2012" Gleisdorf.

    AEE Intec-Prokurist Christian Fink (links), AEE-Geschäftsführer Ewald Selvicka vor einem Solarthermie-Element

    Foto © PATZAEE Intec-Prokurist Christian Fink (links), AEE-Geschäftsführer Ewald Selvicka vor einem Solarthermie-Element

    Hier der Herr aus dem kanadischen Ottawa, ein Stückchen weiter die italienische Forscherin aus Catania und der Herr aus Harare in Simbabwe, dazwischen Japaner, Schweizer, Dänen, Spanier, Deutsche und viele, viele Österreicher. Konzentriert lauschen die rund 300 Gäste im Forum Kloster Gleisdorf, was es Neues am Sektor der Solarthermie-Großanlagen gibt.

    Solarthermie - das ist das, was man gebräuchlich "Solaranlage" nennt - durch Sonnenenergie wird aus kaltem warmes Wasser. Und solche Großanlagen sind im Kommen, wie Ewald Selvicka und Christian Fink von der AEE Intec in Gleisdorf, dem Veranstalter der internationalen Konferenz, wissen.

    Gewerbe interessiert

    Solche Großanlagen können etwa ganze Wohnanlagen heizen und mit Warmwasser versorgen, so das Gebäude entsprechend gegen Wärmeverlust isoliert ist. Auch für das Gewerbe seien Großanlagen zunehmend interessant, weil sie Kosten senken helfen. Das Unfallkrankenhaus Graz hat eine 250 Quadratmeter große Anlage am Dach, Magna interessiert sich für eine Anlage, in Eibiswald gibt es bereits eine 1200 Quadratmeter große Anlage, die fast um die selbe Fläche erweitert wird.

    Relativ neu ist auch, dass die Wärme aus der Sonne in Fernheizwerke eingespeist wird. "Hinsichtlich der Tarife gibt es da keine einheitliche Regelung, jeder muss sich das mit dem Netzbetreiber ausmachen", sagt Ewald Selvicka. Das Pensionistenheim in Großklein etwa speist ins Fernwärmenetz ein und bekommt dafür den gleichen Betrag, den es selbst für die Wärmelieferung bezahlt.

    36.000 Quadratmeter

    Die AEE Intec war ein Partner der weltgrößten Anlage Riad in Saudi Arabien. 36.000 Quadratmeter Solarfläche auf einer Lagerhalle mit 24 Megawatt Leistung. Die Kollektoren stammen von einem Kärntner Unternehmen, die Entwicklung dieser Kollektoren stammt von der AEE Intec ebenso wie das Hydraulikdesign. Damit wird die Wärme- und Warmwasserversorgung für eine Frauenuniversität unterstützt. In Österreich spricht man von einer "Großanlage" ab mehr als 100 Quadratmetern Fläche.

    Aber auch für Private sollen sich Solaranlagen rentieren, sagen Selvicka und Fink. Nach zehn Jahren sollte die Investition durch die Energieersparnis gedeckt sein, die Lebensdauer einer Anlage beträgt 25 Jahre.

    ULLA PATZ

    FAKTEN

    Seit fast 20 Jahren organisiert AAE-Institut für nachhaltige Technologien (AEE Intec) mit der Stadt Gleisdorf und den Feistritzwerken die internationale Konferenz "Gleisdorf Solar". Sie findet alle zwei Jahre statt, heuer also zum zehnten Mal. Sie hat gestern begonnen und endet morgen, Donnerstag.

    Heuer sind rund 300 Teilnehmer aus 20 Ländern vertreten.

    AEE Intec wurde 1988 als außeruniversitäre Forschungseinrichtung in Gleisdorf gegründet und forscht im Bereich Solarthermie. Derzeit hat das Institut 44 Mitarbeiter.

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    Foto © AEE INTEC

    Diese 36.000 Quadratmeter große Solaranlage befindet sich auf einer Lagerhalle in Riad. AEE Intec war daran beteiligt Foto © AEE INTEC

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    Foto © AEE INTEC

    Solaranlage in die Fassade integriert: Pensionistenheim in Großklein Foto © AEE INTEC

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    Foto © AEE INTEC

    rthermie am Franziskanerkloster in Graz Foto © AEE INTEC

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