Bezirks- und Gemeindesuche
Schulneubau fällt aus dem Rahmen
Erst vor wenigen Tagen freute man sich im Land, dass der positive Baubescheid für den Ausbau des Berufsschulzentrums in Graz-St.-Peter da ist. Das spektakuläres Projekt hat laut Rechnungshof "unwirtschaftlich hohe Kosten".

Foto © LIG/WALLRAFF Spektakulär ist der Entwurf des Berufsschulneubaus in Graz- St. Peter. Aber teuer, warnen Prüfer
GRAZ. Erst vor wenigen Tagen freute man sich im Land, dass der positive Baubescheid für den Ausbau des Berufsschulzentrums in Graz-St.-Peter da ist. Knapp 24,8 Millionen Euro sollen Neubau des Zentralen Werkstättengebäudes & Co. kosten. Der spektakuläre Entwurf sieht bis zu sieben Geschoße, Labors sowie begrünte, begehbare Dächer vor - und ab 2014 modernste Bedingungen für die Landesberufsschüler. In diese Euphorie nicht einstimmen will hingegen der Landesrechnungshof: In seinem vertraulichen Projektbericht warnen die Prüfer von Johannes Andrieu vor "unwirtschaftlich hohen Kosten".
So lassen die Bodenverhältnisse am Berufsschulgelände "große Setzungen" befürchten. Ein Problem sind außerdem die zu erwartenden hohen Raumtemperaturen: An einem schönen Tag könnten sie gut 30 Grad Celsius, im Hochsommer bis zu 40 Grad ausmachen. Entsprechend teuer ist der Sonnenschutz. Überhaupt sind zusätzliche Maßnahmen von rund 770.000 Euro in den Gesamtkosten nicht enthalten, aber wie im Fall der Isolierverglasung notwendig.
Eine Herausforderung stellt zudem das zweigeschoßige, begehbare Werkstättendach dar.
Unterm Strich hat das Projekt "äußerst hohe Errichtungskosten". Vergleichbare Berufsschul-Bauvorhaben sind um vier Millionen Euro günstiger. Obwohl der aktuelle Entwurf im Vergleich zu 2009 weniger Bruttogeschoßfläche hat, sind Gesamtkosten dadurch nicht kleiner. "Das Gegenteil ist der Fall", so die Prüfer.
Ergo rät der Rechnungshof, die Kostenberechnung auf günstigere Angebote hin zu überarbeiten. Auch bei der Einrichtung wird Sparpotenzial geortet.




















