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Bund: Sondertopf für Unwetteropfer
85 Millionen Euro kostet der Unwettersommer St. Lorenzen, Hohentauern & Co. Bund richtet Sondertopf von 20 Millionen für die Steirer ein. Spezielle Regelung für 82 Härtefälle.

Foto © EderNach Unwettern in St. Lorenzen & Co.:Sondertopf von 20 Millionen für die Steirer
Einen Schaden von 85 Millionen Euro haben Unwetter heuer in der Steiermark angerichtet. Am Dienstag verhandelten Land und Bund auf höchster Ebene in Kanzleramt über eine Ausweitung der Finanzhilfe durch den Bund. Die Steirer waren durch die Landesspitze, Franz Voves und Hermann Schützenhöfer, vertreten, die Regierung durch Bundeskanzler Werner Faymann, Vizekanzler Michael Spindelegger, Finanzministerin Maria Fekter, Umweltminister Nikolaus Berlakovich und Staatssekretär Josef Ostermayer.
In zwei Punkten war die Regierung zu Zugeständnissen bereit: Zum einen sagten Kanzler und Vizekanzler den Steirern eine Sonderfinanzierung in Höhe von 20 Millionen Euro zu. "Eine außergewöhnliche Situation erfordert außergewöhnliche Maßnahmen", rechtfertigen Faymann und Spindelegger diesen Schritt. Seit dem Jahrhundertwasser 2002 in Niederösterreich sei kein anderes Bundesland so schwer von Unwettern heimgesucht worden wie die Steiermark.
Voves und Schützenhöfer erklärten, das Geld würde vor allem in präventive Maßnahmen fließen. Allein Trieben braucht acht bis zehn Millionen.
Zum anderen will sich die öffentliche Hand bei Privatpersonen, die hart getroffen wurden, besonders großzügig erweisen. Normalerweise werden bei Gebäuden bis zu 50 Prozent der Schäden, bei "beweglichen Gütern" bis zu 30 Prozent ersetzt. In Härtefällen kann es auch mehr sein. Bei 19 Familien aus dem obersteirischen Katastrophengebiet wird die öffentliche Hand 100 Prozent der Schäden übernehmen, bei 59 anderen Familien zumindest 80 Prozent.
Festakt für Soldaten
Zwischen Bund und Ländern sind Aufgaben und Mittel unterschiedlich verteilt: Die Wildbachverbauung (Bund) ist für Rückhaltebecken oder Dämme verantwortlich. Über den Katastrophenfond - 60 Prozent Bundes-, 40 Prozent Landesmittel - werden Schäden Privater abgedeckt.
Übrigens werden am Donnerstag bei einem Festakt in Trieben die Bundesheer-Assistenzkräfte verabschiedet. Bis zu 325 Soldaten gleichzeitig halfen in der Obersteiermark die Spuren der Unwetter zu beseitigen. 20 Kilometer Bachläufe wurden gereinigt und 19 Brücken errichtet.






















