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    Zuletzt aktualisiert: 04.09.2012 um 23:00 UhrKommentare

    Kein Ende im Streit um 22 Millionen

    Seit sechs Jahren streitet sich Leder & Schuh mit Ex-Vorstand Thomas Ridder. Es geht um sehr viel Geld und auch um die Ehre.

    Foto © APA

    Der Oberste Gerichtshof (OGH) muss sich demnächst mit einem leidigen Thema herumschlagen: Die vor sechs Jahren erfolgte Abberufung des damaligen Leder & Schuh-Vorstands Thomas Ridder steht wieder auf dem Programm. Zwar hat das Höchstgericht schon im vergangenen Juni endgültig entschieden, dass Ridders Abberufung am 10. Juni 2006 zu Recht erfolgt ist, nun geht es aber um die finanziellen Folgen der Causa. Und die sind gewaltig: Es geht um jenen Zehn-Prozent-Firmenanteil, den Ridder seinerzeit als Prämie erhielt, der ihm nach dem Rausschmiss aber wieder unsanft abgeknöpft wurde. 21,7 Millionen Euro sei das strittige Aktienpaket mittlerweile wert, rechnet Ridder vor.

    Interview Thomas Ridder

    Der Oberste Gerichtshof hat im Juni entschieden, dass Ihre Abberufung als Vorstand bei Leder & Schuh im Jahr 2006 zu Recht erfolgt ist.

    THOMAS RIDDER: Ja, aber alle Vorwürfe, die die L&S erhob, wurden abgewiesen. Angeblich hätte ich mich nicht genug um das Unternehmen gekümmert - das im besten Jahr der Firmengeschichte! Und ich hätte einen um 2000 Euro überteuerten Kredit aufnehmen wollen. Das Gericht hält ausdrücklich fest, dass ich mir keinen ungerechtfertigten finanziellen Vorteil verschaffen wollte und sogar im Interesse des Unternehmens gehandelt habe.

    Offen ist jetzt noch der Streit um Ihre Firmenanteile. Wie ist der Stand dieses Verfahrens?

    RIDDER: Aufsichtsratschef Michael Mayer-Rieckh versucht seit sechs Jahren, meine Firmenanteile, für die ich sieben Millionen Euro bezahlt hatte, um 35.000 Euro zurückzubekommen. Ein Schiedsgericht gab ihm zunächst recht. Die staatlichen Gerichte hoben den Schiedsspruch dann auf. Ich vertraue auch weiter auf den Rechtsstaat und die Gerichte. Ich habe nur korrekte und anständige Richter kennengelernt.

    Die Aufhebung des für Sie nachteiligen Schiedsspruchs erfolgte aber nur aus formalen Gründen.

    RIDDER: Das ist nicht wahr, das hat nur Vorstandschef Gottfried Maresch öffentlich behauptet. In Wirklichkeit geht es um eminent inhaltliche Dinge. Der nachteilige Schiedsspruch stützt sich auf Vorwürfe, die gar nicht erörtert wurden. Ich hätte diese Vorwürfe problemlos entkräften können, bekam aber gar kein rechtliches Gehör.

    Wird dem Schuh-Imperium recht gegeben, dann war die Abberufung Ridders nur 20 Tage vor dem regulären Ablauf seines Vertrags für die Eigentümerfamilie Mayer-Rieckh jedenfalls ein äußerst gutes Geschäft. Denn es war im Grunde nur eine Kleinigkeit, die den Rauswurf des familienfremden Miteigentümers möglich machte. Ridder hatte einen Privatkredit von sieben Millionen Euro für eine stille Beteiligung an Leder & Schuh aufgenommen, später übernahm die Firma - quasi als Belohnung für den Manager - diesen Kredit. Als Vorwurf blieb letztlich übrig, dass er ein drohendes Pönale von 35.000 Euro für die vorzeitige Kreditrückzahlung gegenüber dem Aufsichtsratschef Michael Mayer-Rieckh nicht gebührend zur Sprache gebracht habe.

    Brisante Vorwürfe

    Ein glücklicher Zufall oder ein konstruierter Rauswurfgrund? Die Gerichte haben bisher ganz überwiegend zugunsten von Leder & Schuh entschieden. Ridder erhebt aber brisante Vorwürfe, die nur zum Teil entkräftet wurden: So habe das Unternehmen gleich nach dem Rauswurf seinen Sitz nach Salzburg verlegt, um beim dortigen Firmenbuch "unbelastet" die Rückübertragung der Ridder-Aktien durchzuführen. Dabei habe die Firma sich "rechtswidrig" als Eigentümerin des auf Ridder lautenden Zwischenscheins ausgegeben. Der Firma sei "offenbar jedes Mittel recht", um ihn billig loszuwerden, tobt Ridder.

    Tatsache ist, dass Mayer-Rieckh seine anderen Miteigentümer mittlerweile großteils aus der Firma ausgekauft hat und über seine MRHG-Holding das Schuh-Imperium kontrolliert. Allein 2011 wurden 32 Millionen Euro an Krediten aufgenommen, um Aktien zurückzukaufen. Die Finanzbasis ist geschwächt, die Eigenkapitalquote rutschte von früher mehr als 50 auf nunmehr 27 Prozent ab.

    Dazu trug auch der Kauf des Sanierungsfalles Stiefelkönig bei. Wobei sich erst weisen wird, ob dieser Zukauf ein Erfolg war. Nach zuletzt rückläufigen Ergebnissen geht es im Hintergrund des Prozesses auch um die kaufmännische Ehre: Ridder erhebt für sich den Anspruch, überhaupt erst den Erfolg von Leder & Schuh begründet zu haben. Das heutige Management unter Gottfried Maresch will beweisen, dass man auch ohne den ungeliebten Ex-Vorstand zum Erfolg zurückfindet.

    ERNST SITTINGER

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